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Friedrich Gassmann

Biografie von Friedrich Gassmann

Friedrich Gassmann stimmte bei der Reichstagswahl im April 1938 gegen die NSDAP und bekannte dies öffentlich. Daraufhin wurde er verhaftet und kam ins Gestapo-Gefängnis Welzheim. Über das weitere Schicksal Jakob Friedrich Gassmanns ist bis heute nur bekannt, dass er am 31. Mai 1938 für tot erklärt wurde.

Jakob Friedrich Gassmann (* 26. Februar 1874), Rufname Friedrich, wurde als Sohn eines Weinbauern geboren. Er ergriff den Beruf des Schlossers und arbeitete beim Bauunternehmen Fritz & Söhne in Feuerbach. 1907 heiratete er Anna Hedwig Prochnow, mit der er zwei Kinder hatte.

Bei der Wahl zum Großdeutschen Reichstag am 10. April 1938 stimmte Friedrich Gassmann gegen die Einheitsliste der NSDAP. Bei dieser Scheinwahl erreichten die Nationalsozialisten 99,1% der Stimmen, 0,9% waren ungültig. Seinem Bruder berichtete er anschließend, bei der Wahl habe ein SA-Mann hinter ihm gestanden und über die Schulter geschaut: Sehr wahrscheinlich deswegen, weil Friedrich Gassmann eine "sozialdemokratische Gesinnung" nachgesagt wurde.

Als Friedrich Gassmann einen Tag später nicht nach Hause kam, wandte sich der Bruder aus Sorge an die Polizei, die ihn wiederum an die Gestapo verwies. Im Weiteren verliert sich die Spur Friedrich Gassmanns. Im Wiedergutmachungsverfahren nach dem Zweiten Weltkrieg konnten auch Zeugenbefragungen keine Klarheit bringen, zu widersprüchlich waren die Aussagen vor der so genannten Spruchkammer.

Fest steht lediglich, dass Friedrich Gassmann im Schutzhaftlager Welzheim, umgangssprachlich auch KZ Welzheim, inhaftiert war und am 31. Mai 1938 für tot erklärt wurde.

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