Biografie von Johann Eibl
Johann Eibl war Mitglied einer Widerstandgruppe: Die Neupfarrplatzgruppe.
Ihr Hauptvergehen: Sie tauschten in regelmäßigen Zusammenkünften die von "Feindsendern" abgehörten Nachrichten in kritischer Haltung gegenüber
dem System aus. Von den 49 der von der Gestaponamentlich mit dieser Gruppe in Zusammenhang benannten Personen (44 Männer und 5 Frauen) verloren 9 Personen ihr Leben: Zwei der Beschuldigten, der Bahnpost-Facharbeiter Josef Bollwein und
der Messerschmitt-Arbeiter Johann Kellner, wurden vom Volksgerichtshof in Berlin "wegen Vorbereitung zum Hochverrat" und "Zersetzung der Wehrkraft" zum Tode verurteilt und durch die Guillotine hingerichtet.
Der Versehrte Josef Haas und der Arbeiter Georg Zaubzer wurden - ohne Todesurteil - im Konzentrationslager Flossenbürg durch Erschießen hingerichtet.
Fünf Personen starben an den Folgen der Verhaftung und der brutalen Verhörmethoden:
Der Vorarbeiter Johann Eibl, der Bäckermeister Franz Herzog, der gelernte Metzger und
Zuckerfabrikarbeiter Max Massinger, der Sparkassensekretär Johann Schindler und der
Hafenarbeiter Georg Sonnauer.
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