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Familie De Lange

Biografie von Isaak und Wilhelm De Lange

Isaak de Lange heiratete am 4.7.1917 in zweiter Ehe in Rahden Johanna (geb. Vogel). Aus erster Ehe mit Hulda de Lange, die 1914 verstorben war, brachte er 6 Kinder mit in seine zweite Ehe. Mit Johanna bekam er ein weiteres Kind, Wilhelm de Lange.
Da die Familie die holländische Staatsbürgerschaft besaß, gingen Isaak und seine Frau Johanna im Januar 1936 nach Enschede/ Holland. Aus Verzweifelung über die Deportation seiner Söhne Salomon und Wilhelm, die während einer Razzia verhaftet und im September 1941 in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert wurden, nahm er sich das Leben. Sein Leichnam musste, jeder Erkennungszeichen beraubt, von der Familie im bei Nacht und Nebel im Twente-Kanal versenkt werden, weil eine Meldung des Todes zur Deportation geführt hätte.
Wilhelm de Lange war das jüngste der sieben Kinder des Ehepaares Isaak und Johanna de Lange, geb. Vogel. Er besaß genau wie der Rest seiner Familie die holländische Staatsangehörigkeit und meldete sich im April 1935 nach Werkdorf Niewersluis/Holland ab. Im Konzentrationslager Mauthausen wurde Wilhelm de Lange ermordet, das amtliche Todesdatum wurde auf den 29.10.1941 datiert.

Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2000³, Vortragsmanuskript von Peter Junk und Martina Sellmeyer: "Juden in unserem Viertel", Bürgerinnen- und Bürgerverein Katharinenviertel Osnabrück e.V., vom 9. März 1989.

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