Zum Inhalt springen

Familie Löwenstein

Biografie von Emma, Adolf, Olga und Thea Löwenstein

Emma Wolf heiratete den Kaufmann Isidor Löwenstein und bekam mit ihm vier Kinder. Ihr Mann starb bereits 1914 in Osnabrück. Isidor Löwenstein war bereits seit 1902 in der Bohmter Straße 34a wohnhaft, seine Frau Emma ist von 1919 bis 1938/39 unter der Adresse erfasst. Die Tochter Thea war als Direktrice tätig, ihre Schwester Olga war Verkäuferin bei der Firma „Flatauer & Co“ in der Möser Straße. Im März 1939 musste die restliche Familie in das "Judenhaus" Kommenderiestraße 11 ziehen. Während ihr Sohn Adolf bereits im Dezember 1941 nach Riga deportiert wurde, wurde Emma Löwenstein im Juli 1942 zusammen mit ihren Töchtern Olga und Thea nach mit dem Transport XI/I-683nach Theresienstadt verschleppt, wo sie am 6. Oktober 1942 verstarb. Die Töchter wurden am 29.1.1943 mit dem Transport CT-399 in das Konzentrationslager Auschwitz "verlegt", beide wurden danach "für tot erklärt". In dem „Kalendarium der Ereignisse im KZ Auschwitz Birkenau 1939 – 1945“ findet sich unter dem 30. Januar 1943 folgender Eintrag: „Mit einem Transport des RSHA sind 1000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus dem Ghetto Theresienstadt eingetroffen. Nach der Selektion werden 122 Männer, … sowie 95 Frauen in das Lager eingewiesen. Die übrigen 783 Menschen werden in den Gaskammern getötet.“
Der Bruder Ernst, geb. am 25. November 1882 in Osnabrück, heiratete am 2.9.1920 Elisabeth, geb. Witzel, die ev.-luth. Glaubens war. Ihr gemeinsamer Sohn Hans, geb. am 19.3.1923, emigrierte 1937 nach England. Ernst Löwenstein war ab Oktober 1944 im "Arbeitserziehungslager" Ohrbeck und anschließend in einem Zwangsarbeiterlager in Bielefeld interniert. Seine Frau musste seit Oktober 1944 Zwangsarbeit leisten.

Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2000³, Rep 430 Dez 304 Akz 2003/036 Nr. 1004 Teil I und II, Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im KZ Auschwitz Birkenau 1939 – 1945. Reinbeck, 1989, S. 399.

Medien

Fotos

Kostenlos dank Ihrer Hilfe

Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.

Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.
Unterstützen

Stolpersteine in der Nähe

Alle Stolpersteine in Osnabrück

Quellen & Impressum

Stadt Osnabrück, Büro für Friedenskultur

Stadt Osnabrück
Fachbereich Kultur
Büro für Friedenskultur
Christine Grewe
Marienstr. 5-6
49074 Osnabrück
Tel. 0541 323-2287
Fax 0541 323-152287
grewe.c@osnabrueck.de
www.osnabrueck.de/friedenskultur
www.facebook.com/buerofuerfriedenskultur