Biografie von Frieda Lieblich
Frieda Lieblich wurde am 15.04.1886 in Lübbecke geboren. Sie war die Tante von Ewald Aul, dem früheren Vorsteher der Jüdischen Gemeinde in Osnabrück. Nach dem Tod der Großeltern (1940) hatte sie sich um Ewald Aul gekümmert.
Im Mai 1941 wurden sie gemeinsam in das Judenhaus in der Heger Str. 24 eingewiesen und am 13. Dezember 1941 mit anderen Osnabrücker Juden in das Ghetto Riga deportiert. Frieda Lieblich wurde bei der sogenannten Aktion Dünamünde im Februar/März 1942 ermordet.
Bei dieser Aktion wurden alte und nicht arbeitsfähige Juden unter dem Vorwand, sie würden für leichtere Arbeiten in eine Fabrik nach Dünamünde gebracht werden, umgebracht. Auf LKWs fuhr man sie in den Wald von Bikernieki vor den Toren Rigas, erschoss sie dort und verscharte sie in Massengräbern, die zuvor von anderen Internierten vorbereitet worden waren.
Quellen: Junk, Peter; Sellmeyer, Martina: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche ³2000.
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