Biografie von Anni Franck und Clara Greding
Anni Franck, geboren am 1. Juli 1880, war Tochter einer angesehenen Frankfurter Kaufmannsfamilie, die ihren Wohnsitz nach Kronberg verlegt hatte. Sie arbeitete kunstgewerblich, malte, war eine Schülerin des Malers Anton Burger. Nachdem sie ihr Elternhaus, die Villa Franck, Wilhelm Bonn-Straße 2, um 1935 hatte verkaufen müssen, lebte sie krank und gehbehindert zuletzt in der Familie ihrer Schwester Clara. Am 28. August 1942 wurde Anni Franck mit dem Zug aus Kronberg nach Frankfurt deportiert. Am 2. September 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt, wo sie am 7. Oktober 1942 zu Tode kam.
Ihre Schwester Clara, geboren am 28. Juni 1879, war Mitglied des Theater spielenden Dilettantenvereins und Autorin eines Festspiels zum 25-jährigen Jubiläum der Kronberger Casino-Gesellschaft im Jahr 1904. Nach den Nürnberger Gesetzen als "Voll-jüdin" geltend, wurde sie am 25. Mai 1943 von der Gestapo in Haft genommen. Sie blieb inhaftiert, bis sie im Januar 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und dort am 1. Februar 1944 ermordet wurde.
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Quellen & Impressum
Referat Kultur & Stadtgeschichte /Stadtarchiv
David Weber M.A.
Leiter Fachreferat Kultur & Stadtgeschichte
Stadtarchiv
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