Biografie von Franziska und Therese Idstein
Franziska Idstein, geb.Seckbach wurde am 1.November 1862 in Frankfurt geboren . Mit ihrem Ehemann Isaak lebte sie im eigenen Haus in der Kaiser-Friedrich-Promenade 14. Ihre Tochter Therese kam am 24.September 1889 zur Welt. Isaak Idstein betrieb mit seinem Bruder Samuel, dem 1940 die Flucht in die USA gelang, ein bedeutendes Altwarengeschäft. Viele Jahre hindurch war Isaak Mitglied im Vorstand der Homburger Israelitischen Gemeinde und war zusammen mit Louis Rothschild Vorsitzender des Jüdischen Begräbnisvereins. Beim Novemberprogrom 1938 wurde auch die Wohnung der Idsteins demoliert. Am 6.Juni 1940 verkaufte Isaak Idstein einen Teil seines Grundstücks in der Promenade 14. Er verstarb am 29.Juni 1940 in Bad Homburg. Therese Idstein, die den Haushalt der betagten Eltern geführt hatte, wurde am 10.Juni 1942 mit 25 weiteren Juden vor dem Bad Homburger Rathaus zusammengetrieben und mit Lastwagen nach Frankfurt gebracht. Von dort wurde sie in Viehwaggons in den Osten deportiert, Ziel war das Vernichtungslager Sobibor. Von den mehr als 1240 Personen hat wie auch Therese keiner überlebt. Thereses Mutter Franziska wurde in einem weiteren Sammeltransport am 28.August 1942 mit diesmal 18 Bad Homburger Juden zunächst nach Frankfurt und von dort aus nach Theresienstadt verbracht. Sie starb dort im Alter von fast 80 Jahren am 18.September 1942.
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