Biografie von Marx Guthmann, *1877, Frieda Guthmann, g.Gerson, *1887 und 4 weitere
Frankfurter Straße 23. Der Kaufmann Marx Guthmann (geb. 1877) betrieb ein Kaufhaus für „Manufaktur- und Modewaren“ in der Frankfurter Straße 25 (heute Nr. 23). Im Haushalt lebte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Frieda (geb. 1887), deren ledigen Schwester Sybilla Gerson (geb. 1885) und den drei Kindern Hilde (geb. 1916), Erich (geb. 1919) und Irene (geb. 1923).
Ihr Kaufhaus lag gegenüber der Bürgermeisterei und der Polizei und konnte von dort beobachtet werden. Die Boykottparole vom 1. April 1933 „Kauft nicht bei Juden“ führte schließlich zum Untergang ihres Kaufhauses. Die Familie musste ihr Familienunternehmen aufgeben und flohen schließlich 1938 über Mannheim nach Frankfurt.
Den beiden älteren Kindern Hilde und Erich gelang 1938 die Flucht in die USA. Auch die jüngste Tochter Irene hatte versucht, in die USA zu gelangen. Die Flucht scheiterte jedoch. Im Juni 1942 wurden Marx Guthmann, seine Frau, seine Schwägerin und Tochter Irene, damals 19 Jahre alt, von Frankfurt in den Osten deportiert, nach Majdanek oder Sobibor und dort ermordet.
Stolpersteinverlegung am 4.3.2017
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Hans-Georg Vorndran, Büttelborn
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In Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Groß-Gerau und dem Förderverein für jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V. Die Erinnerungsinitiative "Juden in Groß-Gerau" ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen (LAG).