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Johanne Beermann

Biografie von Johanne Beermann

Johanne Beermann, Mühlenstraße 14 (vorher 12)

Johanne Beermann wurde am 26. Juli 1891 in Nienburg geboren, vermutlich im Elternhaus, damals Mühlenstraße 12. Das Haus wurde 1990 abgerissen. Sie war
das vierte Kind des Viehhändlers Moses Beermann aus Liebenau und seiner Ehefrau Jeanette, geborene Cohn. Nach dem Tod des Vaters 1929 übernahm sein Sohn Paul
das Haus und den Betrieb. Die unverheiratete Johanne Beermann lebte nach ihrer Rückkehr 1924 aus Berlin im Haushalt ihres Bruders. Als er mit seiner Familie im Sommer 1938 in die USA flüchtete, blieb Johanne Beermann in Nienburg und
wurde vier Jahre später Opfer der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten. Am 28. März 1942 wurde sie im Alter von 50 Jahren gemeinsam
mit 17 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt in die Sammelstelle der Gestapo in Hannover-Ahlem transportiert. Drei Tage später begann die Deportation mit der
Reichsbahn in das überfüllte Warschauer Ghetto. Wahrscheinlich ermordete die SS Johanne Beermann im Sommer 1942 im Vernichtungslager Treblinka, ihr Todestag
ist unbekannt.

Seit dem 18. Februar 2013 erinnert ein Stolperstein an Johanne Beermann.

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Projektgruppe Stolpersteine OBS Marklohe und Recherchegruppe Stolpersteine Nienburg