Biografie von Eduard David und Louise Victoria Einschlag
Thomasiusstr. 32 (früher Nr. 28)
Eduard David Einschlag
Louise Victoria Einschlag
Eduard David Einschlag wurde am 28. Februar 1879 in Leipzig geboren. Er studierte ab 1896 Kunst in Leipzig, München und Berlin. 1909/10 lebte er ein Jahr in Paris. Anschließend kam er nach Leipzig zurück, wo er Louise Victoria Croner (geb. am 16. Oktober 1883) heiratete. Beide wohnten ab 1912 im so genannten "Märchenhaus" in der Thomasiusstr. 28.
Fortan war er ein führendes Mitglied in verschieden Künstlerverbänden. Als Grafiker beschäftigte er sich v.a. mit Radierungen, deren verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten er meisterhaft beherrschte. Seit der Jahrhundertwende erregte er Aufmerksamkeit mit tonigen, konturlosen Radierungen, ebenso mit Blättern feinsten durchsichtigen Lineaments.
Nach seinem Parisaufenthalt wandte er sich unter dem Eindruck des Impressionismus der Farbe zu. Eduard David Einschlag gehörte zu den Hauptvertretern der Leipziger Impressionisten. Er portraitierte zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Gelehrte und Künstler (z.B. August Bebel, Ernst Kroker, Wilhelm Ostwald, Hans Driesch). 1928 erhielt er von Leipzigs Oberbürgermeister Karl Rothe den Auftrag, den Stifter des Sozialpädagogischen Frauenseminars, Henri Hinrichsen, für die Aula zu portraitieren. Dieses Bild wurde vermutlich 1937 vernichtet. Eines seiner letzten bekannten Werke ist das Portrait des Rabbiners Felix Goldmann von 1935.
1937 wurde seine Kunst als entartet verfemt
Das Ehepaar Einschlag gehörte zu den vielen Leipziger Juden polnischer Staatsangehörigkeit, die am 28.10.1938 abgeschoben wurden. Eduard David Einschlag und Louise Victoria Einschlag sind in Treblinka ermordet worden.
Mit dem Datum des 8. Mai 1945 hat man sie für tot erklärt.
Pate: Bürgerverein Kolonnadenviertel e.V.
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