Biografie von Daniel LEVY, Ernestine LEVY, geb. Ermann, Ilse LEVY und Günther Leopold LEVY
Daniel Levy (1901–1989)
Ernestine Levy, geb. Ermann (1898–1944)
Ilse Levy (1925–1944/45)
Günther Leopold Levy (1928–1944/45)
Die gesamte Familie wurde am 16.10.1941 von Luxembourg in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Nach ihrer Flucht aus Deutschland am 11.3.1938 hatte sie zuletzt in Reisermühle, Gemeinde Ermsdorf/L, gelebt. Am 12.8.1944 wurden die Levys von Lodz zusammen weiter nach Auschwitz transportiert. Direkt nach Ankunft wurde die Familie getrennt: Ernestine und die Kinder Ilse und Günther wurden in Auschwitz ermordet.
Daniel Levy war dort bis zur Befreiung des KZ durch die sowjetische Armee im Januar 1945. Er kam am 4.5.1945 nach Luxemburg zurück und war dort ansässig bis September 1947. Dann emigrierte er in die USA, wo er in New York City ansiedelte. In Amerika heiratete er ein weiteres Mal. Seine zweite Frau, Selma Kanter (1909–2000), war auch eine Überlebende des Holocaust: Sie wurde im KZ Riga befreit. Die Eheleute lebten lange Jahre in den USA, übersiedelten aber später wieder nach Luxemburg, wo sie bis zu ihrem Lebensende blieben. Nach Deutschland zurückkommen wollten sie nicht.
Die Porträtfotos der jungen Eheleute Levy aus der Zeit vor der Deportation werden im Luxemburger Nationalarchiv verwahrt:
- Signatur Akte Fremdenpolizei ANLux_J-PE-309925_Daniel Levy
- Signatur Akte Fremdenpolizei ANLux_J-PE-309925 -0007_Erna Levy_geb. Ermann
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