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Poiess, Wilhelm

Biografie von Wilhelm Poiess

Pater Wilhelm Poiess SAC
Wilhelm Poiess wurde am 12. Januar 1904 in Herne in Westfalen geboren. Am 25. April 1927 legte er die erste Profess ab. An der Hochschule der Pallottiner in Limburg studierte er Theologie und empfing am 12. Juli 1931 durch Bischof Antonius Hilfrich die Priesterweihe. Nach weiteren Studien war er Spiritual in Fribourg in der Schweiz und Lehrer in Schönstatt. Von 1939 bis 1941 lehrte er Homiletik an der Hochschule in Limburg. Zugleich war er Prediger am Dom und Jugendseelsorger. Ab Juni 1941 amtierte er als Pfarrkurat in Eschhofen. Hier wurde Poiess am 22. Dezember 1942 von der Gestapo wegen des Vorwurfs der Regimekritik verhaftet und zunächst in Frankfurt inhaftiert. Dann wurde er ins Konzentrationslager Dachau eingewiesen. Ende April 1945 musste er mit vielen anderen Häftlingen auf den „Todesmarsch“ gehen, bis er am 1. Mai durch amerikanische Soldaten befreit wurde. Die Zeit im KZ beschrieb er in seinem 1949 erschienenen Buch „Gefangener der Gestapo“. Nach dem zweiten Weltkrieg war Wilhelm Poiess Professor an der Hochschule in Vallendar. 1992 kehrte er ins Mutterhaus nach Limburg zurück und starb dort am 3. November 1992.

© Stadtarchiv Limburg a. d. Lahn

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