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Schulstr. 23: Josef Wertheimer

Biografie von Josef Wertheimer

Josef Wertheimer wurde am 21. Januar 1858 in Bodersweier geboren. Wie seine drei Brüder und ein Schwager betrieb er später in Kehl ein Viehhandelsgeschäft. Er war verheiratet mit Ernestine geb. Neumetzger aus dem württembergischen Oberdorf-Bopfingen. Das Ehepaar hatte zwei Söhne. Siegfried, der jüngere, wanderte in die USA aus und starb vermutlich schon 1911. Jakob fiel 1918 im Ersten Weltkrieg. Ernestine Wertheimer starb 1926 in Kehl und ist dort im jüdischen Friedhofsbereich beerdigt.

Am 22. Oktober 1940 wurde der 82jährige Witwer Josef Wertheimer nach Gurs deportiert. Die Strapazen der Deportation und die grauenvollen Bedingungen im Internierungslager setzten ihm so zu, dass er kurze Zeit nach seiner Ankunft verstarb. Als Todesdatum wird der 31. Dezember 1940 angegeben. Allerdings ist wegen der chaotischen Zustände im Lager nicht einmal gewiss, ob er wirklich an diesem Tag gestorben ist. Auf dem Friedhof in Gurs ist seine Grabstätte erhalten. Auch auf dem Grabstein der Ehefrau in Kehl ist sein Name vermerkt, allerdings mit unkorrekten Lebensdaten.

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Arbeitskreis 27. Januar