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Familie Berthold Maier, Marktstr. 15, Lahr

Biografie von Berthold Maier, Charlotte Maier geb. Dreyfuß und Otto Maier

Berthold Maier
der aus Hilsbach bei Sinzheim stammte, eröffnete in der Marktstraße 15 sein Schuhgeschäft im Jahre 1902. Der Laden dürfte älteren Einwohnern noch unter dem Namen "Schlappen Maier" bekannt sein.

Charlotte Dreyfuß heiratete er 1910.

Im Jahre 1929 schloss er das Geschäft, wahrscheinlich aufgrund der Weltwirtschaftskrise. Die Ächtung begann mit der Machtübernahme durch die Nazis. 1937 musste er sein Gewerbe als Textilvertreter aufgeben. Mit der Reichspogromnacht im November 1938 wurde Berthold Maier, wie alle männlichen Juden aus Baden, aus der Pfalz und dem Saarland, in Dachau das erste Mal eingesperrt. 1940 erfolgte die Deportation nach Gurs. Am 10. August 1942 ist das Ehepaar in Auschwitz ermordet worden.

Otto Maier
Der dritte Stolperstein in der Marktstraße erinnert an den Sohn Otto Maier, geboren 1915. Er emigrierte 1935 nach Palästina und kämpfte auf der Seite der Alliierten gegen die Nazis. Er wurde 1944 in Italien verwundet. 1948 fiel Otto Maier im israelischen Unabhängigkeitskrieg.

Walter Maier
Bei den Lahrer Stolpersteinen fehlt das Gedenken an den älteren Sohn, Walter Maier. Er verließ Lahr 1932 zum Zahnmedizin-Studium in Heidelberg, und war später in Stuttgart. Von dort emigrierte er 1937 nach (damals) Palästina. Er blieb bis zum Lebensende in Herzliya, Israel. Es gibt jedoch derzeit weder in Heidelberg noch in Stuttgart einen Stolperstein für ihn.

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Quellen & Impressum

Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025