[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-2933":3,"supporters":47,"nearby-2933":50},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":14,"audio":18,"coords":19,"stones":22,"town":38},"2933","Franz und Josef Eiter","Franz Eiter geb. 29.3.1911 in Augsburg, ermordet in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren am 31.3.1945\r\n\r\nFranz Eiter ist das zweitgeborene Kind von Franziska und Franz Eiter. Seit\r\nihrer Verehelichung 1908 wohnt das Paar in Augsburg-Pfersee in der\r\nSchwalbenstraße 6. Ihr erstes Kind, Franziska Eiter, wird 1909 geboren,\r\ndann folgen Franz 1911, Josef 1914 und Heinrich Eiter 1919.\r\nDie beiden Söhne Franz und Josef werden mit einer geistigen\r\nBeeinträchtigung geboren. Der Vater verstirbt durch einen tragischen\r\nUnfall 1923 inmitten der Hochinflation in Deutschland. Die Mutter\r\nFranziska muss 4 Kinder ernähren. So lange es irgendwie geht, behält sie\r\nihre beiden beeinträchtigten Söhne zu Hause, wo sie die Sonderschule\r\nbesuchen. Sie möchte ihren beiden Söhnen Geborgenheit und Zuneigung\r\nbieten.\r\nIm Alter von 16 Jahren kommt Franz ins St. Nikolausheim in Dirrlauingen\r\nbei Burgau. Franz soll einen praktischen Beruf erlernen. Mit 20 wird\r\nFranz 1931 in die Anstalt in Schönbrunn eingewiesen. Er arbeitet in der\r\nLandwirtschaft. Mit seinen Mitinsassen verträgt er sich nicht sonderlich\r\ngut, sie hänseln und ärgern ihn. Aus diesem Grund kommt Franz im\r\nOktober 1932 zur Beobachtung in die Psychiatrische Klinik in München.\r\nDort verhält er sich ausgesprochen gutmütig, er ist neugierig und wird als\r\nvöllig harmlos eingestuft. Franz beantwortet Fragen sinngemäß und\r\nverständlich. Franz ist körperlich sehr robust, hat eine athletische Figur\r\nund ist 1,77 cm groß.\r\nDie psychiatrische Klinik schickt ihn im Oktober1932 in die Heil- und\r\nPflegeanstalt Kaufbeuren.\r\nIm September 1934 stellt der Anstaltsleiter Dr. Valentin Faltlhauser beim\r\nErbgesundheitsgericht Kempten den Antrag auf Zwangssterilisation. Das\r\nGericht stimmt dem Antrag nach einem mündlichen Verfahren zu. Franz\r\nwird am 26.11.1934 ins Städtische Krankenhaus Kaufbeuren eingeliefert\r\nund dort zwangssterilisiert.\r\nAuf Bitten der Mutter darf Franz am 1.Juni 1935 zurück nach Schönbrunn,\r\naber im November 1938 wird er wieder nach Kaufbeuren überwiesen. Die\r\nAnstaltsleitung in Schönbrunn behauptet, er verhalte sich aggressiv.\r\nDiese Einschätzung findet in den Krankenbefunden der Ärzte in\r\nKaufbeuren keinerlei Bestätigung. Pfleger und Ärzte berichten\r\nausschließlich Positives über Franz:\r\n16.1.40: Beteiligt sich gelegentlich an Neckereien, jedoch immer nur als\r\nVerführter, nie als Urheber. Geht sonst Streitigkeiten aus dem Weg,\r\nbeteiligt sich nicht an Raufereien. Legt großen Wert darauf, gelobt zu werden,\r\nbiedert sich gern dem Arzt an dabei oft etwas zudringlich werdend. Geht gern\r\nins Kino und zum Tanzen. Beschäftigt wie bisher im Kohlenhof.\r\n1.3.42 Im Monat Februar 2,5 kg an Körpergewicht abgenommen.\r\n15.6.42 Fleißiger Außenarbeiter. Ist gut zu haben.\r\n30.11.43 Patient drängt sich gern an den Arzt heran, tritt ihm in den Weg\r\n…….. möchte gelobt werden, ist ganz fleißig, aber zu selbständigen Arbeiten\r\nnicht verwendbar.\r\n12.12.44 Patient wird nach D 3 verlegt, da ihm in D 2 andere psychopatische\r\nKranke die Lebensmittel, welche er von zu Hause erhält, abschwätzen. Patient\r\nlässt sich in seiner Gutmütigkeit …… immer wieder übers Ohr hauen. O.\r\n24.1.45 Pat geht körperlich in letzter Zeit sehr zurück.\r\nDie Patientenbögen reflektieren zugleich die zunehmende körperliche und\r\nmentale Schwächung von Franz seit 1943.\r\nFranziska Eiter, seine Mutter, besucht ihren Sohn Franz in den Jahren 1942\r\nbis 1944 9 Mal, erkundigt sich wiederholt über seinen Gesundheitszustand,\r\nschickt ihm Päckchen, wann immer es ihr möglich ist.\r\nDie fürsorgliche Mutter ahnt nicht, dass ihr Sohn Franz Opfer einer\r\nmonatelang verabreichten Überdosis von Medikamenten wird.\r\nWahrscheinlich wird ihm Luminal und Skopolamin im Essen verabreicht.\r\nSeit Anfang März ist er körperlich stark geschwächt. Er erhält aber lediglich\r\nVitamin B Präparate. Franz hat Ödeme, Gesicht und Beine sind stark\r\nangeschwollen, er leidet unter Durchfall, hat aber kein Fieber.\r\nIn der Nacht zum 31. März 1945 wird er um 4 Uhr morgens tot aufgefunden.\r\nDer Arzt indiziert auf dem Leichenschauschein als Todesursache: „Marasmus\r\nbei angeborenem Schwachsinn“. Diese Todesursache ist frei erfunden. An\r\nMarasmus sterben viel eher alte, bettlägerige Menschen.\r\nSeine Mutter erhält noch am gleichen Tag ein lapidares Telegramm: „Franz\r\nEiter verstorben. Die Leiche wird feuerbestattet, wenn kein Einspruch\r\nerhoben wird. Anstalt Kaufbeuren.“\r\nFranziska Eiter muss für die Feuerbestattung ihres Sohnes Franz 100 RM\r\nbezahlen. Den Wehrpass ihres Sohnes Franz Eiter erhält sie gegen\r\nUnterschrift am 2. April 1945 ausgehändigt.\r\n\r\n---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------\r\nJosef Eiter, geb. am 29.1.1914 in Schwetzendorf bei\r\nRegensburg, ermordet in der Heil- und Pflegeanstalt\r\nKaufbeuren am 25.11.1942\r\nJosef Eiter ist der drittgeborene Sohn des Ehepaars Franziska und Franz\r\nEiter. Josef ist 9 Jahre alt, als der Vater durch tragischen Unfall verstirbt.\r\nJosef verbringt die ersten Jahre in Augsburg in der Geborgenheit des\r\nElternhauses. Er ist geistig stark beeinträchtigt. Wann genau er nach\r\nDirrlauingen kommt, wissen wir nicht. Zwischen dem 1. Juni 1935 und\r\nEnde November 1940 ist er in Schönbrunn. Dann wird auch er in die Heilund\r\nPflegeanstalt Kaufbeuren verlegt.\r\nSeine Mutter nimmt die Verlegung ihres Sohnes Josef zum Anlass, den\r\nAnstaltsleiter Dr. Valentin Faltlhauser das Schicksal ihrer beiden Söhne\r\nans Herz zu legen. Der Brief zeigt auch, wie sehr die Mutter unter der\r\nStigmatisierung ihrer Söhne leidet:\r\nSehr geehrter Herr Direktor!\r\nIch habe heute von Schönbrunn die Nachricht erhalten, dass mein zweiter\r\nSohn Josef zu ihnen in die Anstalt kommt. Ist das ein Jammer für mich mit\r\nden zwei Söhnen. Bitte Herr Direktor möchte anfragen wie es meinem\r\nSohn Franz geht ob er soweit gesund ist und ob er seine Paketchen immer\r\nerhält. Bitte um Nachricht geschlossen und ohne Anschrift der Anstalt am\r\nKuvert, weil immer die Leute im Hause die Post abnehmen damit die\r\nPostbötin nicht die Stiege hinauf gehen braucht, denn die Leute wollen\r\nalles wissen, sind neugierig.\r\nIm Voraus danke ich schön, lege auch gleich eine Marke bei.\r\nHochachtungsvollst, eine arme bekümmerte Mutter\r\nFrau Franziska Eiter Witwe.\r\nDer Patientenbogen von Josef Eiter ist die einzige Quelle, über die wir\r\nNäheres über ihn erfahren.\r\nDer Bogen spiegelt wieder, wie die Anstaltsleitung inklusive\r\nPflegepersonal den jungen 28-jährigen Patienten bewusst verhungern\r\nließen:\r\n28.11.40 Kam heute von der Anstalt Schönbrunn, wo er seit dem 1.6.35\r\nuntergebracht war. Hilft fleißig bei Hausarbeiten mit.\r\n20.12.40 Bei der Karrengruppe beschäftigt, muss immer angehalten werden\r\netwas zu tun. Sonst ist er gut zu haben. Pat. erkennt weder sein Geburtsdatum,\r\nnoch sein Alter, er weiß nur, dass er von Augsburg ist. Patient besitzt keine\r\nSchulkenntnisse, ……. Im Wesen ist er freundlich. 15.6.42 Im Holzhof beschäftigt,\r\nnicht viel bei der Arbeit, steht …. herum. Verlangt manchmal seine\r\nEntlassung. ………….\r\n23.8.42 Pat. geht körperlich immer mehr zurück, ohne dass die Untersuchung\r\neinen krankhaften Befund an den inneren Organen ergeben würde. Pat. magert\r\nstark ab und kann zur Arbeit überhaupt nicht mehr verwendet werden. Dies hat\r\nseinen Grund allerdings auch in einem weiteren geistigen Rückgang. Pat. steht …..\r\nherum und versteht kaum mehr die an ihn gerichteten Aufforderungen.\r\n9.11.42 Weiterer rapider körperlicher Rückgang. Pat. kann sich kaum mehr auf\r\nden Beinen halten. Die Füße sind gegen Abend immer stark geschwollen.\r\n23.11.42 recht hinfällig und matt, Wurde von C2 nach C 1 zur Wache verlegt.\r\n25.11.42 Mittags 14.05 Uhr gestorben. Lag letzter Tage stets zu Bett. Wortkarg,\r\ninteresselos.\r\nIn verräterischer Weise enthüllt die Gewichtsliste, die in Kaufbeuren\r\ngeführt wird, dass der Patient Josef Eiter durch Hungerkost ermordet\r\nwurde.\r\nInnerhalb eines Jahres verliert Josef Eiter 23 kg Körpergewicht. Die Ärzte\r\nstellen die folgende Diagnose: „Pneumonische Infiltration der untersten\r\nPartien der rechten Lunge. Herzbeutelerguss. Chronische Gastritis.\r\nTodesursache: Hypostatische Pneumonie rechts“.\r\nAuch bei Josef Eiter ist davon auszugehen, dass er neben der Hungerkost\r\neine Überdosis an Medikamenten verabreicht bekommt. Die Überdosis an\r\nLuminal und Skopolamin beschleunigen seine Lungenentzündung.\r\nPatienten, die durch Nahrungsentzug hochgradig geschwächt sind,\r\nbekommen oft sog. interkurrente Krankheiten, an denen sie dann sterben,\r\nz.B. TBC, Ruhr, Durchfälle.\r\nDas Gehirn von Josef Eiter wird zu Forschungszwecken an die Prosektur\r\nder deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie (Kaiser-Wilhelm-Institut)\r\nzu Prof. Dr. Schleußing versandt.\r\nDie Ermordung von Josef Eiter ist nicht das alleinige Werk der Ärzte.\r\nSchwestern und Helfer wirkten dabei mit, sie haben sich zumindest durch\r\nihr Schweigen mitschuldig gemacht.\r\nFranz Eiter und Josef Eiter werden wie viele andere Patienten in\r\nKaufbeuren und Irsee durch die sog. „Dezentrale Euthanasie“ ermordet.\r\nDer Anstaltsleiter Dr. Valentin Faltlhauser entwickelt nach der Beendigung\r\nder Vergasung „nicht lebenswerten Lebens“ in Grafeneck und Hartheim,\r\nder sogenannten Aktion T-4, die sog. Hungermethode, um Patienten zu\r\ntöten. Laut ministeriellem Erlass wird die Hungerkost in sämtlichen\r\nbayerischen Heil- und Pflegeanstalten ab 1942 eingeführt. Die Patienten\r\nerhalten über Monate hinweg nur noch dünne Suppe- in Wasser gekochte\r\nGemüsereste- und sind nach wenigen Monaten so geschwächt, dass sich\r\naus der kleinsten Erkältung eine tödliche Lungenentzündung entwickelt.\r\nAnderen Patienten mischt die Krankenschwester Pauline Kneissler\r\nSkopolamin und Luminal ins Essen, um sie zu ermorden. Sie hat das\r\nHandwerk des Tötens in Hadamar und einem KZ gelernt, in Kaufbeuren\r\nerhält sie in der Zweigstelle Irsee eine eigene Tötungsstation.\r\n\r\nzusammengestellt durch die Stolpersteininitiative Augsburg\r\n\r\nQuellen:\r\nHist. Archiv BKH Kaufbeuren, Sippenmappe 942\r\nHist. Archiv BKH Kaufbeuren, Patientenakte Josef Eiter, Nr. 11901\r\n\r\nLiteratur:\r\nMichael von Cranach, Petra\r\nSchweizer-Martinschek: Die\r\nNS-Euthanasie in der Heil- und\r\nPflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee,\r\nin: Stefan Dieter (Hrsg.),\r\nKaufbeuren unterm\r\nHakenkreuz; Thalhofen 2015,\r\nS. 270-287\r\nGötz Aly, Die Belasteten.\r\n„Euthanasie“ 1933-1945. Eine\r\nGesellschaftsgeschichte;\r\nFrankfurt 2012\r\nErnst Klee (Hrsg.) Dokumente\r\nzur „Euthanasie“;\r\nFrankfurt\u002FMain 1985.\r\nPötzl, Ulrich, Sozialpsychologie,\r\nErbbiologie und\r\nLebensvernichtung. Valentin\r\nFaltlhauser, Direktor der Heilund\r\nPflegeanstalt Kaufbeuren-\r\nIrsee in der Zeit des\r\nNationalsozialismus, München 1995\r\nBiografie erstellt von\r\nDr. Bernhard Lehmann, StD,\r\n86368 Gersthofen,",[8],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fa1a77c696f3b07b291bf8f21d119b7bc.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fa1a77c696f3b07b291bf8f21d119b7bc_thumb.jpg","Stolpersteinverlegung 05.03.2020",1136,887,[15],{"youtube_id":16,"thumb":17},"i8Q5ty-dkeI","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fe34a054944e19dfc14ce9db3c72bbd6bbd73965f.jpg",null,{"lat":20,"lng":21},48.36509774,10.87658209,[23,32],{"id":24,"firstname":25,"name":26,"portrait":27,"gender":30,"stadium":31},"5967","Josef","Eiter",{"original":28,"thumb":29},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F3538287914d098a922fc8d93bc4ecd15.png","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F3538287914d098a922fc8d93bc4ecd15_thumb.png","male","adault",{"id":33,"firstname":34,"name":26,"portrait":35,"gender":30,"stadium":31},"5966","Franz",{"original":36,"thumb":37},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F9ef92d1764d80fa7a7e9c0cc5423017d.png","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F9ef92d1764d80fa7a7e9c0cc5423017d_thumb.png",{"id":39,"coords":40,"title":43,"association":44,"impressum":45,"association_url":46},"105",{"lat":41,"lng":42},48.372171,10.896931,"Augsburg","Initiativkreis Stolpersteine für Augsburg und Umgebung","Initiativkreis Stolpersteine für Augsburg und Umgebung\r\nc\u002Fo Thomas Hacker\r\nGutenbergstr. 15\r\n86356 Neusäß\r\n\r\nEmail: info@stolpersteine-augsburg.de","http:\u002F\u002Fstolpersteine-augsburg.de",{"count":48,"anonymous":48,"names":49},0,[],[51,69,87,119,136,153],{"place":52,"stone":66,"distance":68},{"id":53,"title":54,"coords":55,"stones":58},"1959","Karl Nolan",{"lat":56,"lng":57},48.3609727,10.8742555,[59],{"id":60,"firstname":61,"name":62,"portrait":63,"gender":30,"stadium":31},"3886","Karl","Nolan",{"original":64,"thumb":65},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F2bcc552b270df283d4e08d8a784691fc.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F2bcc552b270df283d4e08d8a784691fc_thumb.jpg",{"id":60,"firstname":61,"name":62,"portrait":67,"gender":30,"stadium":31},{"original":64,"thumb":65},490,{"place":70,"stone":84,"distance":86},{"id":71,"title":72,"coords":73,"stones":76},"2023","Clemens Högg",{"lat":74,"lng":75},48.3640324,10.8654812,[77],{"id":78,"firstname":79,"name":80,"portrait":81,"gender":30,"stadium":31},"4062","Clemens","Högg",{"original":82,"thumb":83},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F9905361eeec78498ecadddacee0ca76c.png","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F9905361eeec78498ecadddacee0ca76c_thumb.png",{"id":78,"firstname":79,"name":80,"portrait":85,"gender":30,"stadium":31},{"original":82,"thumb":83},829,{"place":88,"stone":116,"distance":118},{"id":89,"title":90,"coords":91,"stones":94},"1958","Ludwig und Selma Friedmann - 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