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Familie Paul und Margarete Arnade

Biografie von Paul und Margarete Arnade

(DE) Jakobstrasse 31 in Görlitz, hier wohnten Paul Arnade und Margarete Arnade.
Paul Arnade Jg. 1874. Deportiert 1942 Theresienstadt. Ermordet 14.12.1942
Margarete Arnade geb. Pinoff Jg. 1886 Deportiert 1942 Theresienstadt. 1944 Auschwitz ermordet

Paul Arnade, geb. am 10.05.1874 in Görlitz/ Schlesien, wohnhaft in Görlitz Inhaftierungsort: Sammellager Grüssau u. Sammellager Tormersdorf, Deportationsziel: 30.08.1942, Ghetto Theresienstadt, Todesdatum/-ort: 14.12.1942, Ghetto Theresienstadt

Margarete Arnade geborene Pinoff geb. am 01.03.1886 in Görlitz/ Schlesien, wohnhaft in Görlitz Inhaftierungsort: Sammellager Tormersdorf, Deportationsziel: 30.08.1942, Ghetto Theresienstadt 12.10.1944, Vernichtungslager Auschwitz, Todesdatum/-ort: für tot erklärt.

"Der Name Arnade ist in Görlitz bleibend mit der Kofferfabrik verbunden. Ihre Wurzeln reichen bis 1872 zurück. Damals gründet der erst 28-Jährige Firmengründer Julius Arnade eine Lederzeug- und Kofferfabrik. Zehn Mitarbeiter sind es, die bis zu einem Brand 1876 auf der Peterstraße in der Altstadt produzieren. Das Unglück nutzt Julius Arnade, um in Moys das Unternehmen neu und größer aufzubauen. Der Aufschwung der Gründerjahre und die zunehmenden Möglichkeiten zum Reisen begünstigen sein Geschäft. Koffer aller Art, Reise- und Schultaschen, Rucksäcke – Arnades Produktpalette wird immer umfangreicher, die Belegschaft zählt in den besten Zeiten 300 Mitarbeiter. Der wirtschaftliche Erfolg geht einher mit gesellschaftlicher Anerkennung. Julius Arnade zieht in die Stadtverordnetenversammlung ein, wird zum Königlichen Kommerzienrat ernannt, engagiert sich im Bismarcksäulenkomitee für die Landeskrone. Als er am 15. Juni 1915 stirbt, bettet ihn die Familie auf den Städtischen Friedhof. Dort ist noch heute sein Grab zu finden, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Waggonbau-Gründer Christoph Lüders, dem Hefefabrikanten Guido Hagspihl und Oberbürgermeister Clemens Reichert. Seine Söhne treten in des Vaters Fußstapfen. Nach dem frühen Tod von Ernst 1919 sind es vor allem Kurt und Paul Arnade, die die Fabrik weiterführen und vom Tourismus-Aufschwung profitieren. Kurt Arnade gehört von 1929 bis 1933 dem Stadtparlament an, er sitzt im Aufsichtsrat der „Görlitzer Nachrichten und Anzeiger“ und steht der Vereinigung der Görlitzer Arbeitgeberverbände vor. Sein Bruder Paul übernimmt im November 1925 den prestigeträchtigen Vorsitz des Verkehrsvereins, eines Vorläufers des heutigen Tourismusvereins. Der Satzung nach förderte der Verein den Fremdenverkehr, sollte den Zuzug wohlhabender Familien steigern und bessere Verkehrsverbindungen anstreben. So organisieren die Mitglieder Heimatfeste, schmücken die Stadt und unterhalten ein Fremdenverkehrsbüro.

Die Machtergreifung Hitlers verändert alles. Innerhalb weniger Monate krempelt sie das Leben der Arnades um. Bereits am 2. März 1933 bietet Paul Arnade unter dem politischen Druck an, sein Amt im Verkehrsverein mit seinem Stellvertreter, dem Redakteur Paul Hencke, zu tauschen. So geschieht es auch. Aber dieser Versuch, in der zweiten Reihe die Turbulenzen der ersten Monate von Hitlers Regierung zu überstehen, geht gründlich schief. Bereits am 15. Mai fordert die NSDAP unmissverständlich einen neuen Vorstand. Daraufhin verhandelt Hencke mit den Nazis. Und acht Tage später wird ein neuer Vorstand gewählt – Paul Arnade ist nicht mehr dabei.

Die Demütigungen und Ausgrenzungen der jüdischen Mitbürger erlebt sein Bruder Benno ebenso. Er gehört zu jenen Rechtsanwälten und Richtern, die von den Nazis am 29. März 1933 im Gericht am Postplatz zusammengetrieben werden. Der Überlebende Dr. Hans Karger schilderte später, wie Arnade mit den anderen „unter dem Jubel und Gejohle der Bevölkerung durch die Straßen“ getrieben wurde. Dem Juristen Benno Arnade bleibt das Schlimmste erspart – er überlebt den Krieg dank seiner deutschen Frau.

Doch nicht nur gesellschaftlich werden die Arnades geächtet, auch ihre Firma büßen sie ein. Am 6. April 1936 erscheinen Paul und seine Frau Margarete Arnade, sowie sein Sohn Herbert bei einem Berliner Notar. Anwesend sind auch noch der Breslauer Anwalt Ignaz Lippmann, der die Interessen von Kurt Arnade vertritt, der mit seiner Familie 1935 nach China emigrierte. Als sie die Kanzlei verlassen, gehört die Firma dem Görlitzer Wirtschaftsprüfer Eberhard Neuhaus. Der Kaufpreis von 168 000 Reichsmark wird mit den Schulden verrechnet, darübergehende Summen legen die Arnades in der neuen Firma an. Ausgezahlt bekommen sie so gut wie nichts.

Paul Arnade schwinden zunehmend die Kräfte. Im Februar 1940 wird er mit einer Lungenentzündung ins Stadtkrankenhaus eingeliefert. Nach fünf Tagen muss er die Klinik verlassen. „Patient fühlt sich wohl, jedoch noch sehr schwach“, schreiben die Ärzte ins Krankenblatt. „Entlassung in häusliche Behandlung, da Patient als Nichtarier nur im Stadium der absoluten Lebensgefahr in unserer Klinik Aufnahme findet.“

Es sind keine zehn Jahre vergangen, seit die Arnades im Zenit ihres Ansehens in der Stadt standen, als die letzte Etappe zur Vernichtung ihrer Existenz beginnt. Ende 1941 werden Paul und Margarete Arnade ins Zwangsarbeitslager Tormersdorf/Rothenburg gebracht. Die Lagerinsassen, so schildert Roland Otto in seiner grundlegenden Studie von 1990 über Görlitzer jüdischen Glaubens, mussten in Industriebetrieben der Umgebung oder auf umliegenden Rittergütern arbeiten. Im August 1942 geht es für Paul und Margarete Arnade über Zwischenstationen im Kloster Grüssau und Breslau ins Ghetto Theresienstadt. Die Entbehrungen für den mittlerweile 68-Jährigen sind so enorm, dass er am 10. Dezember 1942 dort stirbt. Für seine Frau Margarete, fast zwölf Jahre jünger, ist das Martyrium noch nicht beendet. Mit einem der letzten Transporte kommt sie Mitte Oktober 1944 ins KZ Auschwitz. Zusammen mit ihrer Schwiegertochter Katja, 25 Jahre alt, und ihrem Enkel Uriel, 15 Monate. Vermutlich gehen die drei gemeinsam in die Gaskammer. Die Nazis hatten Sohn Herbert bereits vier Wochen zuvor auf diesen Weg geschickt.

Trotz allen Leids schreibt Pauls Bruder Kurt, der über China und Bolivien schließlich in den Vereinigten Staaten landete und sich dort eine neue Existenz aufbaute, 1957 an einen früheren Mitarbeiter der Kofferfabrik: „Niemals, zu keiner Stunde, habe ich das Unrecht, das Hitler über meine Familie brachte, dem ganzen Volke in die Schuhe geschoben. Ich weiß, dass Sie alle damals schweigen mussten. So habe ich daher alles getan, um die nach 1945 noch bestehende Feindschaft gegenüber dem deutschen Volke so gut als möglich dadurch zu mildern, dass ich ihnen immer wieder sagte, dass ja das deutsche Volk selbst von den Faschistenhorden geknechtet war.“ Quelle: Sächsische Zeitung, Sebastian Beutler 02.05.2014

In Berlin erinnern Stolpersteine an das abscheuliche Verbrechen an der Familie von Herbert Arnade. Herbert wurde 1908 in Görlitz als Kind von Paul und Margarete geboren. Sein Lebensmittelpunkt die Hauptstadt. Während der Bruder Hans Peter nach Johannesburg (Südafrika) flüchtete, blieb Herbert in Berlin. In Gedenken an das Schicksal von Herbert, seiner Frau und seinem Sohn Uriel, erinnern in Berlin Wilmersdorr-Charlottenburg, auf der Uhlandstraße, Stolpersteine am letzten Wohnort der Familie.

"Herbert Arnade wurde am 16. Februar 1908 in Görlitz geboren, seine Frau Katja Arnade am 22. Juni 1919 in Berlin. Ihr Sohn Uriel Arnade erblickte am 3. Mai 1943 in Berlin das Licht der Welt, die er nie zu sehen bekommen sollte. Uriel wurde mit nicht einmal eineinhalb Jahren grausam ermordet. Er wurde in Auschwitz ins offene Feuer geworfen.
Die Eltern von Herbert Arnade waren Paul Arnade (1874-1942) und seine Frau Margarete, geb. Pinoff (1886-1944). Der Großvater Julius Arnade (1844-1915) hatte 1872 die Görlitzer Kofferfabrik gegründet, die Paul weiterführte. Das Gebäude in Zgorzelc-Ujazd (früher Görlitz-Moys) ist noch vorhanden. Dort wurden Koffer, Gepäckstücke, Reise- und Schultaschen sowie Rucksäcke aus Leder hergestellt. Julius Arnade war Stadtverordneter und wurde zum Königlichen Kommerzienrat ernannt.
1936 war die Fabrik von den Nazis geschlossen worden, da der Besitzer Paul Arnade zur damals starken jüdischen Bevölkerung der Stadt gehörte. Er war ein angesehener Bürger und Vorsitzender des Görlitzer Verkehrsvereins.

Herbert Arnade war evangelisch getauft. Nach seinem Studium arbeitete er als Diplom-Ingenieur bei Siemens & Halske in Berlin. Er wohnte in Wilmersdorf in der Uhlandstraße 114/115 und befreundete sich mit seinem Kollegen Willy Schülke (1905-1987), der in Prenzlauer Berg wohnte und wie er Hobby-Astrologe war. Beide fertigten Horoskope an.

Während Herbert Arnades Bruder Hans Peter, (angem.: der Rufname war Peter, gestorben in den 1980er Jahren) nach Johannesburg (Südafrika) flüchtete, blieb Herbert in Deutschland, obwohl ihn sein Freund Willy bedrängte, er solle in Ausland gehen. Doch schon am Arbeitsplatz wurde er gedemütigt, indem er Anfang der 1940er Jahre zur Hilfskraft herabgestuft und in eine Werkstatt abkommandiert wurde. Diese und andere Verfolgungen ertrug er, weil er dachte, er würde gebraucht und ihm könne nichts passieren.

Sechs Wochen nach der Geburt ihres Sohnes, den sie Uriel (hebräisch: „Licht Gottes“) nannten, sind Herbert Arnade, seine jüdische Frau Katja und das Kleinkind am 16. Juni 1943 in einem mit 429 Menschen besetzten Zug nach Theresienstadt in Böhmen deportiert worden. Kurz vorher hatte er Willy Schülke drei Bücher geschenkt und bemerkt, er würde sie sich „nach der Rückkehr“ wieder holen.

Auf der Deportationsliste war Herbert Arnade als „Geltungsjude“ eingetragen. Weil er mit einer Jüdin verheiratet war, ordnete ihn die Geheime Staatspolizei in diese Kategorie ein. Im Ghetto Theresienstadt wurde die junge Familie getrennt. Er las Mithäftlingen aus einer Bibel vor und sang mit ihnen Kirchenlieder, wurde berichtet. Am 29. September 1944 wurde Herbert Arnade mit 1489 Insassen nach Auschwitz weiterdeportiert. Katja und Uriel mussten am 12. Oktober 1944 mit 1499 Menschen nach Auschwitz. Dort sind sie wie fast alle ermordet worden.
Zum Gedenken an die Eltern Paul und Margarete Arnade sind 2014 in Görlitz an der Jakobstraße 31 zwei Stolpersteine verlegt worden. Paul Arnade war in Theresienstadt umgekommen. Seine Frau wurde in Auschwitz ermordet.
Klaus Schülke, der Sohn von Willy Schülke, den „Onkel Herbert“ als Sechsjährigen kannte, hat die drei Bücher und ein Notizbuch, das Arnade bei seinem Vater ließ, dem Jüdischen Museum gestiftet." Quelle: Biografische Zusammenstellung von Helmut Lölhöffel aufgrund von Berichten von Klaus Schülke (Berlin) und mit Archivmaterial aus Görlitz. Link zu den Solpersteinen für Herbert, Katja und Uriel https://www.stolpersteine-berlin.de/de/biografie/2413

Verlegedatum der Stolpersteine für Paul und Margarete Arnade: 02.05.2014

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(PL)Rodzina Arnade ma swoje korzenie bardzo głęboko w historii Śląska. Israel i Wilhelmine Arnade, patriarcha i matriarcha rodu, mieszkali w XIX wieku w Strehlen (dziś Strzelin w południowo-zachodniej Polsce). Mieli 3 synów, jednym z nich był Julius Arnade. Julius jest pierwszym z ich synów, którzy osiedlili się w Görlitz. Julius i jego żona Johanna miał pięciu synów: Benno, Paul, Ernst Siegfried, Kurt i Franz. Trzej pierwsi synowie figurują w rejestrze urodzeń gminy żydowskiej, natomiast dwaj młodsi nie są wymienieni. Może to wynikać z faktu, że Julius Arnade i jego rodzina w pewnym momencie przeszli na wiarę protestancką.

Rodzina Arnade prowadziła w Görlitz bardzo udane życie. Posiadali i prowadzili fabrykę walizek i wyrobów skórzanych w Görlitz. Firma ta i fabryka zostały założone w 1872 roku. To miał 10 pracowników i był pierwotnie zlokalizowany na Peterstrasse. W 1876 roku pożar zniszczył to miejsce. Julius nie tracił czasu na odbudowę swojej firmy. Nie tylko odbudował: odbudował ją na większą skalę! Julius przeniósł firmę na drugą stronę rzeki, do dzielnicy Moys (która dziś znajduje się w Zgorzelcu).

Wraz z rosnącym zapotrzebowaniem społeczeństwa na podróże, wzrastała również oferta Arnade. W fabryce produkowano wszelkiego rodzaju walizki, torby podróżne i szkolne, a także plecaki. W szczytowym okresie działalności rodzina Arnade zatrudniała 300 pracowników. Julius Arnade został członkiem rady miejskiej, powołany do Królewskiej Rady Handlowej, a także mianowany przewodniczącym Komitetu Kolumny Bismarcka na rzecz Korony Państwowej. Julius zmarł 15 czerwca 1915 roku. Został pochowany na Städtischer Friedhof Görlitz (cmentarz miejski - nie żydowski).

Synowie Juliusa mieli pójść w ślady ojca. Ernst zmarł tragicznie w 1919 roku. Kurt i Paul Arnade nadal prowadzić fabrykę razem. Kurt Arnade służył Görlitz jako członek parlamentu miejskiego od 1929 do 1933 roku. Był także członkiem rady nadzorczej "Görlitzer Nachrichten und Anzeiger", największej gazety w mieście. Paul był również bardzo aktywny w Görlitz. W 1925 roku Paul został przewodniczącym Związku Komunikacyjnego, było to niezwykle prestiżowe stanowisko, a Związek Komunikacyjny przekształcił się w dzisiejszy Związek Turystyczny. Paul nadzorował takie rzeczy jak: organizowanie festiwali w Görlitz, dekorowanie miasta i utrzymanie biura turystycznego.

W 1933 roku, świat przewrócił się do góry nogami dla rodziny Arnade. Przejęcie władzy przez Hitlera zmienił wszystko. Już w marcu 1933 roku Paul był naciskany przez władze miasta, aby zrezygnował z funkcji prezesa Związku Komunikacyjnego. W miarę jak partia nazistowska zyskiwała coraz większą kontrolę nad władzami miasta, Paul został całkowicie usunięty ze Zrzeszenia Komunikacyjnego.

Benno również doświadczył upokorzenia i wykluczenia z powodu swojego żydowskiego dziedzictwa. Benno był jednym z prawników i sędziów, których naziści zgromadzili 29 marca 1933 roku i w upokarzający i szyderczy sposób zaprowadzili do miejskiego więzienia na Postplatz. Benno Arnade był żonaty z Niemką i ten fakt przyczynił się do tego, że przeżył wojnę.

Rodzina Arnade nie tylko została poddana ostracyzmowi społecznemu, ale również straciła swoją firmę. Została ona sprzedana za bezcen, ponieważ naziści niesprawiedliwie opodatkowali rodzinę. Kurt Arnade uciekł z Görlitz wraz z rodziną do Chin w 1935 roku.

Paul i jego żona Margarete nie mieli tyle szczęścia. Pod koniec 1941 r. Paul i Margarete Arnade zostali po raz pierwszy przewiezieni do obozu koncentracyjnego Tormersdorf/Rothenburg, położonego na północ od miasta (po polskiej stronie rzeki). W sierpniu 1942 r. Paul i Margarete Arnade trafili do getta w Theresienstadt. Choć Theresienstadt nie było obozem zagłady, warunki w nim panujące były przerażające. Paul, w wieku 68 lat, zmarł tam 10 grudnia 1942 roku.

Margarete, która była prawie dwanaście lat młodsza od Paula, przeżyła Theresienstadt, ale w 1944 r. została wysłana do obozu koncentracyjnego Auschwitz w jednym z ostatnich transportów likwidujących Theresienstadt. Została wywieziona wraz z synową Katją (która miała 25 lat) i wnukiem Urielem (który miał 15 miesięcy). Choć nigdy nie możemy mieć pewności, możemy przypuszczać, że cała trójka została zamordowana razem, po tym jak natychmiast trafiła do komory gazowej w Auschwitz. Jej syna Herberta spotkał ten sam los zaledwie kilka tygodni wcześniej.

Brat Paula, Kurt, po ucieczce do Chin i Boliwii z powodzeniem wyemigrował do Stanów Zjednoczonych. Wraz z rodziną zbudował tam nowe życie i wspólnie rozkwitł. Potomkowie Kurta do dziś żyją w Ameryce, gdzie mieszkają na terenie całego kraju.
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(EN) The Arnade family have their roots very deep in the history of Silesia. Israel and Wilhelmine Arnade, the patriarch and matriarch of the family, lived in Strehlen (which today is Strzelin in Southwest Poland) in the 19th century. They had 3 sons, one of whom was Julius Arnade. Julius is the first of their sons to have settled in Görlitz. Julius and his wife Johanna had five sons: Benno, Paul, Ernst Siegfried, Kurt, and Franz. The first three sons are listed in the Jewish community’s register of births; however, the younger two are not listed. This might be because Julius Arnade and his family at some point converted to the Protestant faith.

The Arnade family had a very successful life in Görlitz. They owned and operated a suitcase and leatherworks factory in Görlitz. This company and factory were founded in 1872. It had 10 employees and was originally located on Peterstrasse. In 1876 a fire destroyed this location. Julius did not waste any time in rebuilding his company. Not only did he rebuild: he rebuilt it bigger! Julius relocated the business to the other side of the river in the neighborhood of Moys (which today is in Zgorzelec).

As the public’s desire for travel grew, so did the Arnade’s product range. The factory produced suitcases of all kinds, travel and school bags, as well as rucksacks. At the height of the company’s business, the Arnade family had 300 employees working for them. Julius Arnade would become a member of the city council, appointed to the Royal Council of Commerce, and also appointed chairperson for the Bismarck Column Committee for the State Crown. Julius died on June 15, 1915. He was buried in the Städtischer Friedhof Görlitz (the city cemetery- not the Jewish cemetery).

Julius’ sons would follow in the footsteps of their father. Ernst tragically passed away in 1919. Kurt and Paul Arnade continued to run the factory together. Kurt Arnade served Görlitz as a member of the city parliament from 1929 to 1933. He was also a member of the supervisory board of the “Görlitzer Nachrichten und Anzeiger", the city’s largest newspaper. Paul was also very active in Görlitz. In 1925, Paul became the chairman of the Transport Association; this was an extremely prestigious position, and the Transport Association would evolve into today's Tourism Association. Paul oversaw such things as: organizing festivals in Görlitz, decorating the town, and maintaining the tourism office.

In 1933, the world would turn upside down for the Arnade family. Hitler's seizure of power changed everything. As early as March 1933, Paul was pressured by the city government to relinquish his position as chairman of the Transport Association. As the Nazi Party gained more and more control in the city government, Paul was removed altogether from the Transport Association.

Benno also experienced humiliation and exclusion for his Jewish heritage. Benno was one of the lawyers and judges who were rounded up by the Nazis on March 29, 1933, and humiliatingly and mockingly paraded to the city jail on Postplatz. Benno Arnade was married to a German woman, and this fact contributed to him surviving the war.

The Arnade family was not only socially ostracized, they also lost their company. It was sold for next to nothing, as the Nazi’s had unfairly taxed the famiy. Kurt Arnade fled from Görlitz with his family to China in 1935.

Paul and his wife Margarete were not so lucky. At the end of 1941, Paul and Margarete Arnade were first taken to the Tormersdorf/Rothenburg concentration camp north of the city (one the Polish side of the river). In August 1942, Paul and Margarete Arnade were next sent to the Theresienstadt ghetto. Though Theresienstadt was not a death camp, the conditions there were utterly horrific. Paul, at 68 years old, died there on December 10, 1942.

Margarete, who was almost twelve years younger than Paul, survived Theresienstadt; however, in 1944 she was sent to the Auschwitz concentration camp in one of the last transports liquidating Theresienstadt. She was transported alongside her daughter-in-law Katja (who was 25 years old) and her grandson Uriel (who was 15 months old). Though we can never know for sure, we can gather that the three of them were murdered together, after being immediately sent to the Auschwitz gas chamber. Herbert, her son, had suffered the same fate just weeks earlier.

Paul's brother Kurt, successfully immigrated to the United States after first fleeing to China and Bolivia. He and his family built a new life there and flourished together. Kurt's descendants still live in America today, where they reside all over the country.

Written by: Lauren Leiderman (January 2021)
© Kulturbüro Görlitz

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