[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-3027":3,"supporters":34,"nearby-3027":37},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":14,"audio":15,"coords":16,"stones":19,"town":25},"3027","Taxweiler","Heinz Taxweiler – Schäferweg 94\r\n\r\nHeinz Taxweiler wurde am 14. September 1920 in Celle geboren. Nach der Volkschule arbeitet er zunächst in der väterlichen Schuhmacherwerkstatt, dann wurde er Fabrikarbeiter bis er im Oktober 1940 zu Wehrmacht eingezogen wurde.\r\nIm April 1941 wurde Taxweilers Einheit, die 111. Infanteriedivision, in das besetzte Polen verlegt. Möglicherweise wurde er bereits dort mit den Verbrechen der deutschen Besatzung konfrontiert. Zwei Monate später begann das „Unternehmen Barbarossa“, der Überfall auf die Sowjetunion. Taxweiler war seit dem ersten Tag mit seiner Einheit dabei, sein Wehrstammbuch listet eine Reihe von Kampfeinsätzen auf. Diese Einträge enden im Oktober 1941: Taxweiler hatte sich von der Truppe abgesetzt. Nach einigen Wochen auf der Flucht fand er Unterschlupf und Hilfe in einem ukrainischen Dorf. Selbst als deutsche Truppen in das Dorf kamen, schützte ihn die Dorfgemeinschaft. Erst nach vier Monaten wurde er von deutschen Gendarmen verhaftet. Ein Militärgericht verurteilte Heinz Taxweiler zu fünf Jahren Zuchthaus wegen „Fahnenflucht im Felde“. Nach Aufenthalten in drei Gefängnissen in den besetzten Gebieten kam er in das Strafgefangenenlager Esterwegen im Emsland.\r\nDurch die Verurteilung war Taxweiler „wehrunwürdig“. Doch im Laufe der Zeit sah sich die Wehrmacht gezwungen, auch auf „Wehrunwürdige“ zurückzugreifen, zum Beispiel zum Einsatz in der „Bewährungstruppe 500“. Dafür war auch Taxweiler vorgesehen, doch Zwangsarbeit und äußerst schlechte Lebensbedingungen hatten seine Gesundheit innerhalb weniger Monate derart ruiniert, dass zunächst ein mehrmonatiger Lazarettaufenthalt nötig war.\r\nIm November 1943 begann Taxweilers Dienst in der „Bewährungstruppe 500“. Diese Einheit war vorgesehen für Einsätze „unter schwierigen Bedingungen“, was bedeutete, dass die Überlebenschancen der Soldaten nicht hoch waren. Heinz Taxweiler aber überlebte: Nach nur wenigen Wochen an der Ostfront war es ihm gelungen, auf die sowjetische Seite der Front zu gelangen. Einige Monate danach war er im von deutschen Emigranten und Kriegsgefangenen gegründeten Nationalkomitee „Freies Deutschland“ an der Front tätig. Die Aufgabe der Frontorganisation war, durch Flugblätter und Lautsprecherdurchsagen auf deutsche Soldaten einzuwirken. Darüber hinaus überquerten Angehörige dieser Gruppe aber auch die Frontlinie und suchten direkt das Gespräch. An solchen Einsätzen war auch Taxweiler mehrmals beteiligt, wie andere leistete er dabei auch Aufklärungsarbeit für die Rote Armee. All dies war mit großen Gefahren verbunden.\r\nAm 12. Mai 1944 rief Taxweiler aus einem Graben hinüber zu deutschen Soldaten: „Warum schießt Ihr auf Eure Kameraden, bei Euch sind die Schweine!“ Dann schlug neben ihm eine deutsche Granate ein. Am 13. Mai erlag Heinz Taxweiler seinen Verletzungen. Er wurde „mit allen militärischen Ehren“ beerdigt.\r\nSein Grabmal trägt die Inschrift:\r\nAntifaschist Heinz Taxweiler, 1920-1944, gefallen am 13. Mai 1944. Er ließ sein Leben im Kampf gegen den Faschismus für ein freies, unabhängiges Deutschland.\r\nUnmittelbar nach seinem Tod wurde dieses Flugblatt mit der Überschrift „Fluch den Mördern von Heinz Taxweiler“ verbreitet:\r\nDie Hitlerburschen haben wieder ein Verbrechen begangen!\r\nAm 12. Mai mittags haben sie den Freiheitskämpfer Heinz Taxweiler ermordet, welcher furchtlos und kühn den Soldaten des 113. Bataillons am Narwa-Ufer die Ziele und Aufgaben der Bewegung „Freies Deutschland“ bekanntgab.\r\nZwei Verräter haben diese ruchlose Tat ausgeübt. Einer gab der Mordbefahl und der andere führte ihn aus.\r\nEine Granate […] beendete das Leben des ehrlichen Soldaten Heinz Taxweiler, dessen höchstes Ziel es war, unserem deutschen Vaterland und unserem deutschen Volk zu dienen.\r\nHeinz Taxweiler hat eingesehen, daß die Verlängerung dieses verbrecherischen Krieges, den der [„Führer“?] sowieso verloren hat, nur zu einer totalen Ausrottung des deutschen Volkes führt. Deshalb hat er die Hitlerarmee verlassen und ist in die Reihen der aktiven Kämpfer für die Befreiung seiner Heimat eingetreten. Er hat sich der Bewegung „Freies Deutschland“ angeschlossen und mit allen seinen Kräften in den Dienst gestellt.\r\nEin solcher Mann wurde von diesen Hitlerbestien ermordet!\r\nFluch und Schande diesen Verbrechern!\r\nOffiziere und Soldaten der 225. I. D.!\r\nIn Euren Reihen befinden sich Verräter!\r\nSie verlangen von Euch das sinnlose Blutvergießen weiterzuführen. […]\r\nHeute haben sie den Freiheitskämpfer Heinz Taxweiler ermordet, morgen seid Ich an der Reihe!\r\nTod den Hitlerschurken!\r\nMeine Landsleute, ich rufe Euch zu:\r\nMacht dem Krieg sofort ein Ende!\r\nGeht gruppen- und kompanieweise auf die Seite des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ über!\r\nKämpft mit uns für ein freies, unabhängiges Deutschland!\r\nHitler muß fallen, damit Deutschland lebe!\r\nTaxweiles Familie erfuhr von alledem nichts. Auch nach dem Krieg sollte seine Geschichte lange unbekannt bleiben. Zur Erinnerung an die 111. Infanteriedivision aber wurde 1967 im „Ehrensaal“ des Hannoverschen Wehrbereichskommandos II der Bundeswehr eine Bronzetafel installiert.",[8],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F8eec79ec0ad75baf37ffe691bbf35494.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F8eec79ec0ad75baf37ffe691bbf35494_thumb.jpg","Stolperstein Heinz Taxweiler.",1120,1136,[],null,{"lat":17,"lng":18},52.60888554,10.01087718,[20],{"id":21,"firstname":22,"name":5,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6177","Heinz","male","adault",{"id":26,"coords":27,"title":30,"association":31,"impressum":32,"association_url":33},"91",{"lat":28,"lng":29},52.62379,10.08081,"Celle","Stadt Celle - Stadtarchiv Celle","Stadt Celle\r\nStadtarchiv Celle\r\nWesterceller Straße 4\r\n29227 Celle\r\nTel.: 05141 - 12 4700\r\nFax: 05141 - 12 4799\r\nE-Mail: stadtarchiv@celle.de","http:\u002F\u002Fcelle.de\u002FKultur\u002FStadtarchiv\u002FSynagoge\u002FStolpersteine-gegen-das-Vergessen",{"count":35,"anonymous":35,"names":36},0,[],[38,51,64,81,94,123],{"place":39,"stone":49,"distance":50},{"id":40,"title":41,"coords":42,"stones":45},"835","Hartmann",{"lat":43,"lng":44},52.61075,10.0443932,[46],{"id":47,"firstname":48,"name":41,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"1406","Paul",{"id":47,"firstname":48,"name":41,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},2273,{"place":52,"stone":62,"distance":63},{"id":53,"title":54,"coords":55,"stones":58},"4337","Elsner",{"lat":56,"lng":57},52.61345006,10.05510315,[59],{"id":60,"firstname":61,"name":54,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"9072","Otto",{"id":60,"firstname":61,"name":54,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},3029,{"place":65,"stone":78,"distance":80},{"id":66,"title":67,"coords":68,"stones":71},"3183","Benecke",{"lat":69,"lng":70},52.61681,10.05589198,[72],{"id":73,"firstname":74,"name":67,"portrait":75,"gender":23,"stadium":24},"6516","Wilhelm",{"original":76,"thumb":77},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F5ea35bf7e060172dd88ad438dee3c4c8.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002F5ea35bf7e060172dd88ad438dee3c4c8_thumb.jpg",{"id":73,"firstname":74,"name":67,"portrait":79,"gender":23,"stadium":24},{"original":76,"thumb":77},3164,{"place":82,"stone":92,"distance":93},{"id":83,"title":84,"coords":85,"stones":88},"3026","Willumeit",{"lat":86,"lng":87},52.61661471,10.05851801,[89],{"id":90,"firstname":91,"name":84,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6175","Eckart",{"id":90,"firstname":91,"name":84,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},3329,{"place":95,"stone":121,"distance":122},{"id":96,"title":97,"coords":98,"stones":101},"3199","Arbeiter",{"lat":99,"lng":100},52.61815839,10.05822399,[102,106,109,113,117],{"id":103,"firstname":104,"name":105,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6567","Ludwig","Köhler",{"id":107,"firstname":61,"name":108,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6569","Lenk",{"id":110,"firstname":111,"name":112,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6565","Hermann","Müller",{"id":114,"firstname":115,"name":116,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6566","Georg","Schütz",{"id":118,"firstname":119,"name":120,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"6568","Karl","Wallis",{"id":103,"firstname":104,"name":105,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},3359,{"place":124,"stone":142,"distance":143},{"id":125,"title":126,"coords":127,"stones":130},"855","Kauffmann",{"lat":128,"lng":129},52.6203267,10.0699773,[131,134],{"id":132,"firstname":133,"name":126,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},"2595","Dr. Walter",{"id":135,"firstname":136,"name":137,"portrait":138,"gender":141,"stadium":24},"2571","Dr. Eva","Kauffmann geb. von der Wall",{"original":139,"thumb":140},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002Faba8dbdc41b03aef9f90c410f0f9672f.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fportraits\u002Faba8dbdc41b03aef9f90c410f0f9672f_thumb.jpg","female",{"id":132,"firstname":133,"name":126,"portrait":15,"gender":23,"stadium":24},4188]