Biografie von Else Dölzer
Am Zundeltor 2 (Verlegung am 13.07.2018)
Else Dölzer wurde am 28. Juni 1899 als Tochter des aus Laupheim stammenden Vieh- und Pferdehändlers Emanuel Löffler und Mathilde, geb. Wertheimer in Ulm geboren. 1902 kam ihr Bruder Hermann zur Welt. Seit 1914 wohnte die Familie im 1. Obergeschoss in der Griesbadgasse 25 (Heute: Am Zundeltor 2). 1923 wanderte ihr Bruder Hermann in die USA aus. Nach dem Tod ihres Vaters 1926 heiratete Else den katholischen Reisevertreter August Dölzer in München und zog bald darauf mit ihm bei ihrer Mutter ein, die im Februar 1934 ihrem Sohn nach New York folgte.
Durch die Heirat mit August Dölzer lebte sie in einer „privilegierten Mischehe“. Mit Kriegsbeginn wurde Elses Mann eingezogen. Er erkrankte jedoch an Krebs und verstarb am 15. März 1943 in Ulm. Damit ging für Else der eheliche Schutz verloren und sie wurde am 17. April 1943 nach Theresienstadt deportiert. Am 16. Mai 1944 wurde sie nach über 1 Jahr im dortigen Ghetto nach Auschwitz und am 20. Juli 1944 von dort in das Konzentrationslager Stutthof verschleppt, wo sie ermordet wurde.
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