Biografie von Levi Goldsteen, Lena Goldsteen geb. König und 3 weitere
Das Ehepaar Levi (*1870) und Lena Goldsteen (*1876), geb. König wohnte in der Kirchstraße 2; sie waren um die Jahrhundertwende als junge Eheleute nach Bentheim gekommen.
Lena Goldsteen stammte aus einer Frankfurter Familie.
Die Goldsteens waren geachtete und fromme Leute, die ein einfaches und zurückgezogenes Leben führten.
Levi Goldsteen verdiente den Lebensunterhalt als Textilhändler mit einem Wandergewerbeschein. Im Haus an der Kirchstraße befand sich nur ein Lagerraum mit Tresen und Regalen. Mit dem Fahrrad machte er sich auf den Weg zu seiner Kundschaft, bei der er wegen der Qualität seiner Waren sehr geschätzt war. Die Käufer wohnten überwiegend in den Bauerschaften der Bentheimer Umgebung.
Nach dem Pogrom im November 1938 floh die Familie nach Rotterdam, weil Levi Goldsteen als Händler nicht mehr existieren konnte.
Levi und Lena Goldsteen und die Töchter Rosi und Elfriede wurden von Rotterdam über Westerbork nach Auschwitz deportiert. Sie kamen am 15. Oktober in Auschwitz an und wurden dort am 15.10.1942 ermordet.
Auch Regina Goldsteen, die als Krankenschwester in Frankfurt arbeitete, tauchte in den Niederlanden unter. Sie wurde einige Monate später, im Juni 1943, vom Lager Westerbork nach Sobibor verschleppt, wo sie am 11. Juni 1943 in der Gaskammer ermordet wurde.
STOLPERSTEIN Elfriede Goldsteen Paten: Grund- und Hauptschule Bad Bentheim
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Projektgruppe Stolpersteine
Impressum
Redaktion: Hermann de Leve, Schüttorf
Liesel Schmidt, Bad Bentheim
Bezugsquelle: Tourist-Information Bad Bentheim, Schlossstraße 18
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