Biografie von Alide Zilversmit
Im Hause Bergstraße 22 wohnte die Familie Zilversmit.
Sie betrieb eine Schlachterei.
Nach Boykottaufrufen, Hausdurchsuchungen und anderen großen Schwierigkeiten ging 1936 die ganze Familie nach Holland.
Sohn Diedrich Zilversmit floh mit seiner jungen Frau nach Deventer.
Tochter Helga emigrierte nach Brasilien.
Später war man aber auch in den Niederlanden gezwungen, in den Untergrund zu gehen, denn wieder begann nach wenigen Jahren vermeintlicher Ruhe auch dort die Verfolgung.
Meijer Zilversmit und sein Sohn Hermann versteckten sich auf einem Bauernhof bei Hengelo.
Frau Rosa Zilversmit tauchte mit ihrer unverheirateten Schwägerin Alide Zilversmit bei Verwandten des Bauern in der Stadt unter.
Plötzlich, im letzten Kriegsjahr, erkrankte Alide Zilversmit schwer. Sie erhielt nicht die erforderliche ärztliche Hilfe und starb. Heimlich musste sie nachts im Garten des Hauses verscharrt werden. Insgesamt zwei Jahre und acht Monate hat sich die Familie Zilversmit versteckt halten müssen.
Nach dem Krieg wurde Alide Zilversmit umgebettet und auf dem jüdischen Friedhof in Hengelo beigesetzt.
Außer Alide Zilversmit konnten alle anderen Familienmitglieder die Schreckenszeit überleben, allerdings teilweise mit Gesundheitsschäden.
Diedrich Zilversmit z. B. litt in seinen letzten Lebensjahren unter Verfolgungswahn.
STOLPERSTEIN Alide Zilversmit Paten: Henny und Ronald Zilversmit, Hengelo
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Redaktion: Hermann de Leve, Schüttorf
Liesel Schmidt, Bad Bentheim
Bezugsquelle: Tourist-Information Bad Bentheim, Schlossstraße 18
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