Biografie von Klara Chaja Fried
Chaja Klara Fried (geb. Adler) – Liviastr. 5
Chaja Adler wurde am 10. April 1863 in Zarwarnica (Galizien - Österreich-Polen) geboren. Im Jahr 1882 heiratete sie den Kaufmann Jakob Fried. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor. Als junge Männer fanden ihre Söhne noch vor dem I. Weltkrieg ihr Glück in Leipzig. Hier eröffneten sie Schuhgeschäfte und betrieben sie sehr erfolgreich. Von Prag kommend zogen auch die Eltern Chaja und Jakob Fried im Jahr 1919 nach Leipzig. Seit 1923 wohnten die Eheleute in der dritten Etage der Liviastr. 5.
72-jährig starb Jakob Fried noch vor dem Machantritt der Nationalsozialisten im Jahr 1932. Chaja musste 1939/40 in eines der sog. „Judenhäuser“ ziehen, wo Jüdinnen und Juden von der nichtjüdischen Bevölkerung separiert wurden und dort in sehr beengten Verhältnissen leben mussten. Frau Fried fand einen Platz in der Färberstr. 11. Hier befand sich eines der jüdischen Alters- und Pflegeheime.
Am 19. September 1942 wurden viele ältere (nicht mehr „arbeitsfähige“) Jüdinnen und Juden aus Thüringen, Halle und Leipzig in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Darunter war auch Chaja Fried. Den Menschen wurde in Aussicht gestellt, in ein Altersheim zu kommen, wofür die meisten auch noch im Vorfeld bezahlen mussten. Doch statt in einem „Altersheim“ befanden sie sich in Theresienstadt in einem Ghetto mit katastrophalen hygienischen Bedingungen, Hunger und ohne medizinische Versorgung.
Unter diesen entsetzlichen Lebensbedingungen starb Chaja Fried (79 Jahre) am 5. Februar 1943.
Patenschaft: Milan Alic, Adrian Bothe, Felix Adler (Schule am Palmgarten)
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