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Käthe Behrens

Biografie von Käthe Behrens

Pate ist die Courage AG vom Gymnasium Ritterhude

Di­ed­rich Beh­rens leb­te mit sei­ner Ehe­frau Anna Beh­rens, geb. Schrie­fer zwi­schen 1930 und 1950 in Os­ter­ha­gen-Ihlp­ohl im Haus von Fried­rich Bahl­mann/​Ihlp­ohl 51, heu­te Al­ter Post­weg 20. Am 12.7.1931 kam Kä­the Beh­rens auf die Welt, im April 1933 wur­den ihre Schwes­ter Mar­ga und im Ok­to­ber 1936 ihre Schwes­ter Hel­ga ge­bo­ren. Ihr Va­ter Di­ed­rich Beh­rens be­fand sich vom 24.5. bis zum 7.7.1933 im Ge­richts­ge­fäng­nis Les­um in Schutz­haft, da er eben­so wie Fried­rich Bahl­mann, der ein füh­ren­der KPD-Funk­tio­när im Land­kreis Os­ter­holz war, in der KPD ak­tiv war. Am 4.5.1936 kommt Kä­the Beh­rens in die Ro­ten­bur­ger An­stal­ten. Die Dia­gno­se des Kreis­arz­tes lau­tet, dass bei Kä­the von Ge­burt an eine See­len­stö­rung vor­lä­ge und sie für sich selbst und ihre drei­jäh­ri­ge Schwes­ter ge­fähr­lich sei, da­her sei die Ein­wei­sung in die Ro­ten­bur­ger An­stal­ten er­for­der­lich. Gut ein Jahr spä­ter er­klärt der lei­ten­de Arzt ge­gen­über der Staats­an­walt­schaft in Ver­den/​Al­ler, dass Kä­the Beh­rens schwach­sin­nig sei und in­fol­ge ih­rer Krank­heit nicht in der Lage, ihre An­ge­le­gen­hei­ten selbst zu be­sor­gen. Im Ja­nu­ar 1940 er­hält Di­ed­rich Beh­rens, der in­zwi­schen zum Mi­li­tär ein­ge­zo­gen wor­den war, die Mit­tei­lung, dass sei­ne Toch­ter an Diph­the­rie er­krankt sei, es ihr aber an­sonst gut ge­hen wür­de und es kei­nen Grund zu Be­sorg­nis gäbe.

Im Juni 1941 schreibt der lei­ten­de Arzt der Ro­ten­bur­ger An­stal­ten an Di­ed­rich Beh­rens:

„Sehr ge­ehr­ter Herr Beh­rens!

Am Zu­stand Ih­rer Toch­ter Kä­the ist kei­ner­lei Ver­än­de­rung ein­ge­tre­ten. Sie spricht im­mer noch kein Wort und ist bis­wei­len schwie­rig und ei­gen­sin­nig. Kör­per­lich geht es ihr gut. Ob wir sie un­ter den jet­zi­gen Ver­hält­nis­sen schon wie­der pho­to­gra­phie­ren kön­nen ist zwei­fel­haft, da hier in der Stadt die Ent­wick­lung der Bil­der Schwie­rig­kei­ten macht.“

Am 9.10.1941 wird Kä­the Beh­rens mit 130 an­de­ren Kin­dern aus Ro­ten­burg in die Lan­des- Heil- und Pfle­ge­an­stalt Lü­ne­burg über­führt. Gut ein Jahr spä­ter kommt Kä­the Beh­rens in der so­ge­nann­ten Kin­der­fach­ab­tei­lung der Heil- und Pfle­ge­an­stalt Lü­ne­burg um. Als To­des­zeit­punkt wird in der To­des­an­zei­ge der 30.11.1942 um 11.40 Uhr an­ge­ge­ben, als To­des­ur­sa­che Lun­gen­ent­zün­dung und Rip­pen­fell­ent­zün­dung. Mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit wur­de auch Kä­the Beh­rens durch den Er­halt des Me­di­ka­ments Lu­mi­nal und/​oder Mor­phi­um um­ge­bracht. Zu­sätz­lich ver­hun­ger­ten vie­le Kin­der in der so­ge­nann­ten Kin­der­fach­ab­tei­lung. Kä­the Beh­rens wur­de am 3.12.1942 auf dem An­stalts­fried­hof be­er­digt.

Quel­le: Nie­ders. Lan­des­ar­chiv/​Abt.: Han­no­ver, Akte Kä­the Beh­rens – Hann.155 Lü­ne­burg Acc. 56/​83 Nr.36

Verf.: Man­fred Ban­now

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