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Elise Sussmann

Biografie von Elise Sussmann

Das Wohn- und Geschäftshaus gelangte 1908 käuflich in den Besitz des jüdischen Altwarenhändlers Siegfried (Levyn) Sussmann (1878-1934), der dort eine Eisen-, Metall- und Rohproduktenhandlung für Altpapier und Lumpen betrieb. In den Jahren nach 1933 befand sich bis zur Reichspogromnacht 1938 im Hauptgebäude die Betstube der Israelitischen Religionsgemeinde zu Bautzen. Der Gebäudekomplex und die Rohproduktenhandlung gingen nach Sussmanns Tod 1934 in den Besitz von dessen Ehefrau Elise (1879-1943?) über. Im Rahmen der so genannten „Arisierung“ jüdischer Unternehmen wechselte die Firma mit dem dazugehörigen Grundbesitz weit unter dem realen Wert in den Besitz des Unternehmers Richard Erich Steglich (1903-1989). Elise Sussmann übersiedelte wohl 1939 nach Berlin, von wo aus sie am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert und vermutlich sofort nach ihrer Ankunft in Birkenau durch Giftgas umgebracht wurde.

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Tel.: 03591 534-152
E-Mail: oberbuergermeister@bautzen.de
Bautzen, 29. Juli 2024