[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-5385":3,"supporters":58,"nearby-5385":66},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":28,"audio":21,"coords":29,"stones":32,"town":49},"5385","Familie Emanuel","In der Hersfelder Straße 7 lebte die Familie Emanuel. Baruch, geboren 1865, und seine Frau Sara zogen nach der Jahrhundertwende von Nentershausen nach Bebra. Dort erwarben sie das stattliche Haus in der Hersfelder Straße 7 und fanden hier mit ihren drei Kindern – Frida, Johanna und Manfred – ein großzügiges Zuhause. In den 1920er Jahren übernahm Sohn Manfred den elterlichen Manufakturwarenhandel und baute ihn zu einem florierenden Unternehmen aus. Er heiratete Martha Oppenheim. 1925 wurde ihr Sohn Rolf geboren.\r\n\r\nIn der Nacht vom 7. auf den 8. November 1938 wurde das Leben der Familie durch die Pogrome zerstört. Aus einem Briefwechsel, der im oberen Geschoss der Emanuels lebenden Gerda Kappes und deren Schwiegermutter geht hervor, dass fanatische Nationalsozialisten in die Häuser jüdischer Familien eindrangen. Sie rissen Menschen aus ihren Betten und richteten ein Trümmerfeld an. Möbel, Porzellan, Glas und Fensterscheiben wurden zertrümmert. Im Haus in der Hersfelder Straße 7 blieb nach jener Nacht kein Fensterkreuz, keine Tür mehr unversehrt – stattdessen bedeckte ein zwei Zentimeter hoher Teppich aus Glasscherben den Boden.\r\n\r\nSara Emanuel war bereits 1933 verstorben. Nach den Ausschreitungen floh Baruch zu seiner Tochter Johanna an die Nordseeküste. Doch sein Aufenthalt dort währte nur kurz. Im Februar 1940 wurde er in das jüdische Altersheim in Bremen gebracht, wo er bis Juli 1942 lebte. Dann wurde er mit 779 weiteren älteren Menschen im Sonderzug „Da 75“ in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Die dortigen Lebensbedingungen überlebte er nur wenige Monate – am 14. November 1942 starb Baruch im Alter von 77 Jahren.\r\n\r\nManfred, Martha und ihr damals knapp 14-jähriger Sohn Rolf fanden in der ersten Januarwoche 1939 Unterschlupf in einem Aachener Baugeschäft. Dort erhielten Vater und Sohn eine Anstellung als Hilfsarbeiter und eine einfache Unterkunft. Doch diese Zuflucht war nur von kurzer Dauer. Am 15. Juni 1942 wurden Manfred und Rolf in das Konzentrationslager Lublin-Majdanek verschleppt, wo sie bereits nach zwei Wochen ermordet wurden. Lange Zeit blieb ungewiss, was mit Martha geschehen war. Nach Einsicht in die Deportationsakten lässt sich vermuten, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn 1942 von Aachen in das Transitlager Izbica im östlichen Polen deportiert wurde – und dort ihr Leben verlor.\r\n\r\nÜber die Geschehnisse zwischen dem 7. und 9. November 1938, auch die Familie Emanuel betreffend, berichtet eindrucksvoll die Untermieterin Frau Gerda Kappes in ihrem historisch bedeutenden Brief an ihre Schwiegermutter: \r\n\r\nhttps:\u002F\u002Fwww.jugend1918-1945.de\u002FND\u002Fdefault.aspx?root=29189&id=33527\r\n\r\nund in einer Audioversion hier:\r\n\r\nhttps:\u002F\u002Fdie-quellen-sprechen.de\u002F02-123.html",[8,14,18,23],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fa93696a9be11cfbf355e319a3b446a4d.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fa93696a9be11cfbf355e319a3b446a4d_thumb.JPG","2. Verlegung in Bebra am 6. Oktober 2021",1136,756,{"original":15,"thumb":16,"caption":17,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fbb0238627b3b4030ab04d3952b865e5b.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fbb0238627b3b4030ab04d3952b865e5b_thumb.JPG","In der Hersfelder Straße 7 bei der Verlegung der Stolpersteine für die Familie Emanuel am 06.10.2021",{"original":19,"thumb":20,"caption":21,"width":12,"height":22},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F2d8a117dd8f9b92e6861f9e8d2fc023f.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F2d8a117dd8f9b92e6861f9e8d2fc023f_thumb.jpg",null,795,{"original":24,"thumb":25,"caption":26,"width":12,"height":27},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F6d85d34b45161f98e8a1a8a648d56b91.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F6d85d34b45161f98e8a1a8a648d56b91_thumb.jpg","Das Haus der Familie Emanuel in der Hersfelder Str. 7",722,[],{"lat":30,"lng":31},50.96644513,9.796080844,[33,39,42,45],{"id":34,"firstname":35,"name":36,"portrait":21,"gender":37,"stadium":38},"11582","Emanuel","Baruch","male","adault",{"id":40,"firstname":35,"name":41,"portrait":21,"gender":37,"stadium":38},"11583","Manfred",{"id":43,"firstname":35,"name":44,"portrait":21,"gender":37,"stadium":38},"11584","Rolf",{"id":46,"firstname":35,"name":47,"portrait":21,"gender":48,"stadium":38},"11585","Martha","female",{"id":50,"coords":51,"title":54,"association":55,"impressum":56,"association_url":57},"365",{"lat":52,"lng":53},50.969348,9.794692,"Bebra","Bürgerinitiative Zukunft für Bebra","Herausgeber\r\nBürgerinitiative Zukunft für Bebra\r\nvertreten durch Uli Rathmann\r\nRathausmarkt 1\r\n36179 Bebra\r\n\r\n06622 501 220 und 0177 737 2252\r\nuli.rathmann@bebra.de\r\nwww.juedische-geschichte-bebra.de\r\nHaftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. 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