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Familie Siegmund Hirsch

Biografie von Selma Levi, Berta Rosenbaum und Wilhelm Hirsch

Eheleute Siegmund Hirsch (*1874) und Jettchen Hirsch (*1872)
Tochter Selma (*1904 Haiger)
Tochter Berta (*1905 Haiger)
Tochter Martha (*1906 Haiger)
Tochter Helene (*1908 Haiger)
Sohn Wilhelm (*1914 Haiger)
Tochter Anni (*1916 Haiger)

Siegmund Hirsch wohnte mit seiner Familie im Frigghof 5. Er kam 1935 für 3 Monate nach Berlin ins Gefängnis, weil er geschächtet hatte. Mit seiner Frau Jettchen floh er im September 1938 nach Palästina.

Selma zog 1932 nach ihrer Heirat nach Herborn. Von dort wurde sie im Juni 1942 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert und 1944 ermordet. Ihrem Mann Fritz Levi gelang 1942 die Flucht nach England, nachdem er von November 1938 bis Februar 1939 in Buchenwald inhaftiert war.
Ihre Kinder Josef und Charlotte kamen 1939 mit Kindertransporten nach England.
1940 wanderte Fritz mit den Kindern in die USA aus.

Berta zog 1933 nach ihrer Heirat mit Alfred Rosenberg nach Herborn. Auch Alfred war 1935 wegen verbotenen Schächtens angezeigt worden. 1938 wurde er im KZ Buchenwald inhaftiert. 1939 gelang ihm die Flucht nach England. Ihre beiden Kindern Johanna und Miriam gelangten 1939 mit Kindertransporten nach England.
Berta gelang es nicht mehr zu folgen. Sie wurde im Juni 1942 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet.

Martha floh 1937 nach Palästina.

Helene starb mit gerade einmal einem Jahr 1909 in Haiger.

Wilhelm war bis Februar 1939 kurzzeitig in Schutzhaft im KZ Dachau.
Ihm und seiner Schwester Anni gelang 1939 die Flucht nach England.

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Stadtarchiv Haiger