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Hans Wolf

Biografie von Hans Wolf

OT Staffel, Hans-Wolf-Straße 17

Hans Wolf wurde am 20. Februar 1901 in Häselrieth/Thüringen geboren. Er war seit 1922 Mitglied der SPD. Ab 1930 war er stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender in Limburg. Von 1931 bis 1933 leitete er auch die sozialistische Jugendgruppe. Seit 1929 bis zur Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 arbeitete er als Geschäftsführer beim Metallarbeiterverband, dann wurde er fristlos entlassen. Auch nach 1933 hielt er engen Kontakt zu politisch Gleichgesinnten wie Josef Ludwig und Heinrich Wallrabenstein. Ihre Treffen blieben auf Dauer nicht unentdeckt, so dass sie 1940 von der Gestapo verhaftet und 1941 gemeinsam angeklagt wurden. Der Vorwurf lautete auf “Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens”. Hans Wolf wurde zu drei Jahren Haft verurteilt und saß bis zum Juni 1943 im Gefängnis Frankfurt-Preungesheim. Dann wurde er zur berüchtigten Strafeinheit 999 eingezogen.
Die Strafeinheiten wurden nach der Niederlage des deutschen Afrika-Korps nach Griechenland verlegt. Als am 7. Oktober 1943 die Rückeroberung der Insel Leros in der Ägäis unternommen wurde, befand sich Hans Wolf auf einem Schiff, das zum Geleitzug gehörte und kurz vor der Insel Kos von der britischen Marine angegriffen wurde. Ein Schiff wurde versenkt, vier weitere in Brand geschossen. Laut Augenzeugenberichten war Hans Wolf nicht mehr in der Lage, das sinkende Schiff zu verlassen, weil ihn ein Vorgesetzter verwundet hatte, um ihn daran zu hindern, über Bord zu springen. Hans Wolf starb beim Untergang des Schiffes.

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