Biography of Friedrich Züfle
Friedrich Züfle
* 13.12.1891 +17.12.1938 Eisenbahner
Er war seit Austritt aus der Schule am 19.08.1903 als Fabrikarbeiter beschäftigt. Seit 29.08.1913 war er Arbeiter beim Stuttgarter Hauptbahnhof. In der Zeit vom 06.07.1915 – 21.07.1917 war Friedrich als Rangierarbeiter tätig. Am 13.09.1919 wurde er als Zugschaffner Beamtenanwärter. Seinen Reichsbeamteneid legte Friedrich Züfle am 22.09.1921 ab. Friedrich Züfle war auch parteipolitisch engagiert. So war er von 1922 bis 1925 Mitglied der KPD und von 1925 bis 1933 Mitglied der SPD. Durch seine berufliche Tätigkeit kam Friedrich oft nach Friedrichshafen. Er nahm Verbindung mit aktiven Antifaschisten in der Schweiz auf und verteilte auf dem Ulmer Bahnhof antifaschistische Literatur.
Im Sommer 1938 wurden er und seine Frau verhaftet. Die Reichsbahn schrieb damals an die Stuttgarter Gestapo: »Nach Mitteilung der Außenstelle Ulm der Geheimen Staatspolizei ist der Zugschaffner Züfle und der Wagenmeister Mössner festgenommen und nach Stuttgart verbracht worden. Um eine Grundlage für ein dienststrafrechtliches Verfahren gegen die beiden zu schaffen, bitten wir um Mitteilung der Gründe, die zu ihrer Festnahme Anlaß gegeben haben.«
Im Mai und Juni 1938 nahm die Gestapo 35 Personen, hauptsächlich Eisenbahner, fest. Das Verfahren gegen den nach Stuttgart gebrachten Fritz Züfle kam nicht zum Abschluss. Am 17. Dezember 1938 »starb« er in der Gestapohaft.
Anne Jeziorski
Free thanks to your help
This biography is free to read. If you like the Stolpersteine Guide, we would be glad of a small contribution.
Thanks to Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein and 6 more.Stolpersteine nearby
Julius Löw190 m
Lina Herr630 m
Ludwig Herr630 m
Michael Wolff830 m
Friedrich Tiefenbacher1.2 km
Georg Müller1.2 km
Sources & Imprint
Satzung der Initiative Stolpersteine Kornwestheim
Die Initiative Stolpersteine Kornwestheim mit Sitz in Kornwestheim verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Zweck der Körperschaft ist die Förderung des Andenkens an Verfolgte des NS-Regimes. Die Initiative fördert das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Kornwestheim. Um dies zu erreichen, engagiert sie sich für eine menschenbezogene lokale Geschichts-wahrnehmung. Sie unterstützt die Wahrung von Menschenrechten und Demokratie.
Dazu unterstützt die Initiative Stolpersteine Kornwestheim das bundesweit und darüber hinaus praktizierte Stolperstein-Konzept des Kölner Künstlers Gunter Demnig und setzt es vor Ort um. Das heißt, die Mitglieder der Initiative Stolpersteine Kornwestheim recherchieren die Geschichten von Nachbarinnen und Nachbarn, die während der Zeit des NS-Regimes von Kornwestheim aus deportiert und ermordet wurden. Vor dem letzten Zuhause dieser Menschen in Kornwestheim verlegt dann Gunter Demnig einen Gedenkstein mit einer Messingplatte im Boden, in den die Lebensdaten des betreffenden Menschen eingraviert sind. Die Initiative Stolpersteine Kornwestheim dokumentiert die Geschichte dieser NS-Opfer und macht sie in digitaler und gedruckter Form der interessierten Öffentlichkeit zugänglich.
Darüber hinaus recherchiert die Initiative Stolpersteine Kornwestheim auch Ereignisse in Kornwestheim während der Nazi-Herrschaft, die nicht direkt in das Muster der Stolperstein-Idee passen: Die Geschichten von Menschen beispielsweise, die verfolgt wurden und überlebt haben. Die Geschichten von Menschen, die in Kornwestheim ermordet wurden, aber von anderen Orten als Gefangene oder Zwangsarbeiter hierher gebracht wurden. Die Geschichten von Menschen aus der Stadt, die sich gegen das NS-System mit größerem oder kleinerem Engagement auflehnten. Auch die Ergebnisse dieser Recherchen werden anschaulich aufbereitet und in digitaler und gedruckter Form der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Körperschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an die Bürgerstiftung Kornwestheim mit der Maßgabe, es unmittelbar und ausschließlich für die Förderung des Andenkens an Verfolgte des NS-Regimes in Kornwestheim zu verwenden.
Zur Initiative Stolpersteine Kornwestheim können Interessierte ihren Beitritt erklären und in die Mitgliederliste aufgenommen werden. Eine Mitarbeit ohne diesen formellen Beitritt ist ebenfalls möglich.