Biography of Laura Blumenfeld
Die Witwe Laura Blumenfeld führte zusammen mit ihrer Tochter Irene und deren Ehemann Hans Weinberg ein kleines Manufakturgeschäft in Verne. Weinbergs wohnten auch in Verne.
Im Mai 1933 stand ihr Geschäft vor dem Ruin. Obwohl ihr Haus samt Laden wegen Überschuldung zur Zwangsversteigerung kam, blieben die Weinberg verschuldet.
Auch Hans Weinberg saß nach der Pogromnacht vom 10.11. bis 15.12.1938 in Buchenwald ein. Wie es ihm dort ergangen ist, ist in seiner Wiedergutmachungsakte festgehalten: „holte ich eines Tages … für einen Häftling aus dem Duschraum verbotenerweise Wasser und wurde dabei ertappt. Ich wurde durch Schläge auf den Kopf ohnmächtig geschlagen und wachte erst wieder im Bunker auf; ich erhielt drei Tage Bunkerarrest … Seit dieser Zeit leide ich an Herzkrämpfen… bin häufiger in meiner Färberei und auf der Straße umgefallen und oft bettlägerig“ ( aus: Stadtarchiv Salzkotten D 732 ( Weinberg, Wiedergutmachung).
Danach stellten Weinbergs einen Ausreiseantrag. Sie lebten von Oktober 1939 bis zu ihrer Ausreise im April 1940 nach Bolivien im Haus Grünberg.
Laura Blumenfeld wohnte zunächst an der Verner Straße 33. Dies ist die letzte Wohnung die sie freiwillig bezog. Nachdem Juden durch das „Gesetz über Mietverhältnisse der Juden“ vom 30. 4.1939 verpflichtet waren, in Häuser jüdischer Besitzer umzuziehen, wohnte Laura Blumenfeld zunächst im Haus Blumenfeld (Okt. 1939) mit fünf anderen Personen, dann ab März 1940 im Haus Grünberg mit wieder anderen acht Personen.
Schließlich lebte sie ab Februar 1942 im Haus Kleeberg mit acht neuen jüdischen Mitbewohnern unter immer schlechter werdenden Wohnbedingungen.
Im März 1942 wurde sie nach Warschau deportiert und in Auschwitz ermordet.
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