[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-1110":3,"supporters":60,"nearby-1110":68},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":26,"audio":27,"coords":28,"stones":31,"town":51},"1110","Familie Behrens","VOR 1939:\r\n Adolf Behrens (1865-1942) war der Sohn des Produkthändlers Heinrich Behrens (1842- ) und seiner Frau Vailje  Tochter des Schlachters Michael Leeser aus Hoya. Er hatte 5 Geschwister: Moritz (1863-1942), Dina (1884-1935), Eduard (3. Juni 1869- 17. Juni 1869), Emelie (1870-1923) und Ludwig (1875-1925). Heinrich Behrens führte über Jahrzehnte hinweg sein Produktgeschäft und konnte so seine Familie ernähren. Er wurde als ,,Goldarbeiter\" (Gold- u. Silberschmied außerhalb der Zunft)  bezeichnet  Die Familie Behrens führte (bis zum Beginn der NS-Zeit) ein relativ armes Leben, konnte ihren Lebensunterhalt aber bestreiten.\r\n\r\nAB 1939:\r\nBis zum Jahr 1933 konnten Adolf Behrens und seine Frau Klara Behrens den Produktenhandel mit Fellen, Häuten & Altmetallen uneingeschränkt betreiben. Als es regelmäßig zu Judenboykottaufrufen kam, wurde es es für das Paar mit 6 Kindern (*1899 Alfred, *1901 Erna, *1902 Emelie, *1905 Ludwig, *1907 Vera)  finanziell immer kritischer. Der älteste Sohn Alfred diente seinem Land im 1. Weltkrieg und wurde 1935 für seinen Einsatz mit dem Ehrenkreuz der Frontkämpfer geehrt. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg arbeitete Alfred bis zur Schließung  1939 im Geschäft seines Vaters. In der Progromnacht 1938 wurde Adolf Behrens festgenommen und deportiert. Er blieb drei Monate im KZ Buchenwald gefangen. Nach seiner Rückkehr musste er das  Haus der Familie verkaufen. Es hieß, dass es  sich in einem vollkommen verwahrlosten Zustand befände, dass Sanierungen erforderlich seien, welche nicht getätigt werden könnten, da sich das Haus angeblich 2-3m über der festgelegten Baufluchtlinie befand. Das Haus durfte für höchstens 4.500RM, umgerechnet gerade einmal 230€ verkauft werden. \r\n Adolfs Schwester Dina (geb. 29. Aug. 1864) lebte bei ihren Eltern, bis sie 1935 verstarb. Ihr Bruder Moritz B. (geb.26. Juni 1865) lebte in Hannover. Nachdem Adolfs Geschäft 1939 schließen musste, zog Alfred nach Hannover, wo er Betty Samson heiratete. Adolf und seine Frau Klara Behrens kamen bei der Familie Magnus unter.\r\nSeit im Juni 1941 die systematische Vernichtung der Juden begonnen hatte, wurden die meisten Familienmitglieder deportiert. Adolfs Frau Klara starb noch im selben Monat,  in dem sie ins Jüdische Krankenhaus in Hannover eingeliefert worden war. Am 7. Juli 1941 mussten alle jüdischen Bewohner Hoyas ihre Wohnungen verlassen und wurden ins Armenhaus einquartiert. Drei Monate später, am 29. 10. 1941, nahm sich Adolf B. das Leben. \r\nIm Dezember 1941 starb die kürzlich geborene Tochter von Alfred und Betty Behrens, nur wenige Tage nach der Geburt . Alfred und Betty Behrens wurden am 31. März 1941 ins Konzentrationslager nach Warschau deportiert. Beide starben, ihre Todesursache ist noch unbekannt. \r\nEmelie, Adolfs zweitjüngste Tochter, versuchte schon 1939 auszureisen und stellte einen Antrag auf Ausstellung einer Genehmigung, welcher aber abgelehnt wurde. Ihr Schicksal ist bisher unbekannt. \r\nVon Adolfs fünf Geschwistern starben vier vor der  NS-Zeit. Adolfs letzter Bruder Moritz Behrens wurde am am 23. Juni 1942 nach Theriesienstadt in Tschechien deportiert und am 27. Oktober 1942 ermordet. Das jüngste Kind Adolfs, Vera, wurde höchstwarscheinlich mit ihrem Mann (NN Tichauer) nach Ausschwitz deportiert und ebenso ermordet. Nur Erna ist von der Familie am Leben geblieben. 1939 hatte sie bereits geheiratet, verlor ihren Mann (Hans Georg Friedländler) aber bei der gemeinsamen Deportation nach Riga. Nach einem Rücktransport ins Konzentrationslager Stutthof bei Danzig wurde sie von der Roten Armee befreit. Sie überlebte als einzige der Familie Behrens.  \r\n\r\nNach dem NS-Regime:\r\nNach dem Krieg kehrte Erna Behrens im Juli  1945  vorerst nach Hoya zurück und zog im darauffolgenden August nach Hausberge. Hier verblieb sie vorerst allein, da der Rest ihrer Familie den Holocaust nicht überlebt hatte. 1952 wurde dann das Haus der Familie Behrens in Hoya abgerissen. Am 3. Juni heiratete Erna Behrens schließlich N.N. Meier. Sie starb  am 19. 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damals",{"original":23,"thumb":24,"caption":25,"width":13,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F522eb59a88102d085f4a2fe31232a994.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F522eb59a88102d085f4a2fe31232a994_thumb.JPG","Stolpersteine",[],null,{"lat":29,"lng":30},52.8054605,9.1342824,[32,38,41,45,48],{"id":33,"firstname":34,"name":35,"portrait":27,"gender":36,"stadium":37},"1875","Adolf","Behrens","male","adault",{"id":39,"firstname":40,"name":35,"portrait":27,"gender":36,"stadium":37},"1895","Moritz",{"id":42,"firstname":43,"name":35,"portrait":27,"gender":44,"stadium":37},"1896","Klara","female",{"id":46,"firstname":47,"name":35,"portrait":27,"gender":44,"stadium":37},"1897","Vera",{"id":49,"firstname":50,"name":35,"portrait":27,"gender":36,"stadium":37},"1898","Ludwig",{"id":52,"coords":53,"title":56,"association":57,"impressum":58,"association_url":59},"100",{"lat":54,"lng":55},52.807428,9.138637,"Hoya","Johann-Beckmann-Gymnasium","Johann-Beckmann-Gymnasium 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