[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-1228":3,"supporters":40,"nearby-1228":48},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":8,"audio":9,"coords":10,"stones":13,"town":31},"1228","Familie Löb","OT Staffel, Schulplatz 26\r\n\r\nRaphael Felix Löb\r\nRaphael Löb, genannt Felix, wurde am 18. August 1878 in Cönen bei Trier geboren. Er ergriff den Beruf des Viehhändlers. Mit seiner Frau Johanna geb. Kron hatte er sechs Kinder, von denen zwei als Babys starben. In Staffel war er sehr angesehen und machte über lange Zeiträume Geschäfte mit den Landwirten. So bescheinigte sein Nachbar Karl Heberling 1956, dass nicht nur er, sondern auch schon sein Vater ein Leben lang mit Raphael Löb Geschäfte gemacht hatte. Ab 1933 machte die NSDAP ihm und seinen Geschäftspartnern Schwierigkeiten, so dass er 1934 seinen Viehhandel aufgeben musste. \r\nAm 14. Dezember 1938 zogen Raphael Löb und seine Frau nach Frankfurt. Ab dem 1. September 1941 mussten sie den gelben Stern tragen. Am 22. November 1941 wurde Raphael Löb mit seiner Frau und seiner Tochter Hedwig nach Kowno deportiert, wo er kurz nach der Ankunft ermordet wurde. \r\n\r\nJohanna Löb geb. Kron\r\nJohanna Löb wurde am 10. Juli 1873 in Gaudernbach als Johanna Kron geboren. Sie heiratete den Viehhändler Raphael Felix Löb und hatte mit ihm sechs Kinder, von denen zwei früh starben. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter Hedwig arbeitete sie im Geschäft. An ihrem Geburtstag, dem 10. Juli, schenkte sie den Nachbarskindern immer Mazze. Auch beschenkte sie die Kinder immer an deren Geburtstag. \r\nNach Aussage einer Zeitzeugin wurden die Schulkinder vom damaligen Leiter der Volksschule aufgefordert, laut „Hurra“ zu rufen, als die Löbs aus ihrem Haus geholt wurden. \r\nSeit dem 14. Dezember 1938 lebte Johanna Lob mit ihrem Mann Raphael in Frankfurt. Am 22. November 1941 wurde das Ehepaar und ihre Tochter Hedwig nach Kowno deportiert. 1949 erklärte das Amtsgericht Frankfurt sie mit Wirkung vom 8. Mai 1945 für tot, als Todesort wird Riga angenommen. \r\n\r\nHedwig Löb\r\nHedwig Löb wurde am 23. Februar 1903 in Staffel als Tochter des Handelsmanns Raphael Löb und der Johanna Löb geb. Kron geboren. Sie erlernte den Beruf der Kauffrau im Textilhandel und betrieb ab 1925 im elterlichen Haus ein Geschäft für Lebensmittel und Textilien. Es lief von Anfang an sehr gut und sie machte hohe Umsätze. Dies wurde von mehreren Zeugen nach 1945 bestätigt. Ab 1933 blieb die Kundschaft mehr und mehr aus. 1935 setzte die Arbeitsfront einen Treuhänder ein. 1936 sah sie sich gezwungen, das Geschäft an die Eheleute Eggert zu verkaufen. Hedwig Löb ging nach Wiesbaden, kehrte dann noch einmal für kurze Zeit nach Staffel zurück und lebte ab Oktober 1941 in Wiesbaden. Am 22. November 1941 wurde sie mit ihren Eltern von Frankfurt aus nach Kowno deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. Wahrscheinlich wurde sie in Kowno ermordet. Genaues über ihr Schicksal ist nicht bekannt. Sie wurde vom Amtsgericht Wiesbaden zum 31. Dezember 1941 für tot erklärt. \r\n\r\nJulius Löb\r\nJulius Löb wurde am 10. Juni 1904 in Staffel als Sohn des Handelsmanns Raphael Löb und der Johanna Löb geb. Kron geboren. Er wurde Kaufmann. Verheiratet war er mit der katholischen Käthe Schalenberg aus Kruft. Vor der Hochzeit war Julius Löb zum katholischen Glauben konvertiert. Das Ehepaar bekam 1929 einen Sohn, Heinz Löb. \r\nVon 1933 bis 1935 arbeitete Julius Löb bei der Firma eines jüdischen Inhabers im Saarland. 1935 wurde er verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Nach mehr als sieben Monaten wurde er freigelassen unter der Auflage, sich täglich bei der Polizei zu melden. Er kehrte zunächst nach Staffel zurück. Am 10. November 1938 wurde er erneut verhaftet und im KZ Buchenwald interniert. Hier wurde er schwer misshandelt. Bei der Freilassung wurde ihm zur Auflage gemacht, Deutschland zu verlassen. Er ging nach Holland. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde er in Westerbork interniert, nach zwei Jahren freigelassen und 1944 erneut verhaftet. Am 3. September 1944 wurde Julius Löb nach Auschwitz deportiert. Es gelang ihm, bis zur Befreiung am 27. Januar 1945 zu überleben. Dann war er bis zum 1. April 1945 in Kattowitz interniert. Er kehrte nach Limburg zurück und versuchte beruflich wieder Fuß zu fassen, was ihm nur unzureichend gelang. An den Folgen der KZ-Haft litt er sein Leben lang körperlich und seelisch. Über die Zeit sprach er fast nie. Am 12. Juni 1978, kurz nach dem Tod seiner Frau, schied er im Alter von 74 Jahren aus dem Leben.",[],[],null,{"lat":11,"lng":12},50.3957147,8.0392713,[14,20,25,28],{"id":15,"firstname":16,"name":17,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"2145","Raphael Felix","Löb","male","adault",{"id":21,"firstname":22,"name":23,"portrait":9,"gender":24,"stadium":19},"2146","Johanna","Löb geb. 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