Biography of Jonathan Stark
Herdbruckerstraße 6 (Verlegung am 26.05.2015)
Jonathan Stark wurde 1926 in Ulm geboren. Er und seine Eltern Eugen und Berta Stark waren Zeugen Jehovas. Sie wohnten ab Sommer 1942 in der Profosengasse (heute Herdbruckerstraße 6). Während der Lehrzeit als Lithograph bekam er im Oktober 1943 einen Stellungsbefehl zum "Reichsarbeitsdienst". Er verweigerte den Diensteid und eine Hakenkreuz-Binde an der Uniform mit der Bemerkung, "ich werde kein gebrochenes Kreuz an meinem Arm tragen". Am 1. Dez 1943 wurde den Eltern mitgeteilt, dass Jonathan „in Schutzhaft genommen" worden sei. Mit 18 Jahren wurde er am 1. November 1944 im KZ Sachsenhausen ohne Prozess hingerichtet.
Zeugen Jehovas
Die 30 000 "Zeugen" (ca. 60 in Ulm) verweigerten Kriegsdienst und Hitlergruß und wurden vom NS-Regime schon 1933 verboten. Sie versammelten sich aber weiter in privaten Räumen. Etwa 11 000 Mitglieder wurden inhaftiert und 1490 ermordet.
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