Biography of Justus, Sofie Herta and Marianne Nussbaum
Justus Nussbaum war der Sohn von Rahel und Philipp Nussbaum, welcher zusammen mit Simon Gossels Inhaber der Eisenhandelsgesellschaft "Gossels u. Co." war. Justus Nussbaum meldete sich zusammen mit Alfred Gossels, Sohn von Simon Gossels von Oktober 1933 bis Januar 1934 nach Haifa/Palästina ab. Nach der Rückkehr führten die beiden die Firma ihrer Väter in Form einer "Autoverwertung" an der Kleinen Hamkenstraße 4 weiter. Im Juli 1937 emigrierte Justus Nussbaum zusammen mit seiner Frau Sofie Herta, geb. Bein, und seiner kleinen Tochter Marianne nach Amsterdam. Dort eröffnete er gemeinsam mit Alfred Gossles, welcher zeitgleich emigrierte, die "Wemeta Kompagnie", ein Schrotthandel, der wegen seiner Metallschmelzerei für die deutsche Rüstungsindustrie herangezogen wurde. Dadurch war Justus Nussbaum einige Zeit geschützt, wurde aber letztendlich mit seiner Frau und seiner Tochter von Holland aus nach Auschwitz deportiert, wo die beiden ermordet wurden. Justus Nussbaum wurde bei der Evakuierung von Auschwitz noch ins Konzentrationslager Stutthof "verlegt" und dort ermordet.
Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2000.
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