Biography of Eduard Kalka
Eduard Kalka wurde 1909 in Wanne-Eickel geboren. Seine Ehefrau wurde am 11.9.1912 geboren und hieß mit Vornamen Berta, geb. Hopphan. Gemeinsam hatten sie drei Söhne, Eduard, geb. am 2.10.1933, Bernhard, geb. am 23.8.1934 und Manfred, den Jüngsten, dessen Geburtsdatum unbekannt ist. Nach Angabe der Ehefrau wurde der Arbeiter Eduard Kalka bereits im März 1940 inhaftiert und muss danach wieder entlassen worden sein. Das Schreiben der Osnabrücker Kabel und Drahtwerke bestätigt sein Ausscheiden aus dem Betrieb am 29.3.1940. Am 6. April 1940 wurde er erneut inhaftiert wegen angeblicher Spionage. Seine Haft verbrachte er wahrscheinlich im Landgerichtsgefängnis am Kollegienwall unter menschenunwürdigen Verhältnissen: Quellen weisen darauf, dass die dortigen Zellen so überfüllt gewesen seien, dass Häftlinge auf dem Betonboden schlafen mussten.
Der Zusammenhang der Anschuldigung "Spionage / Landesverrat" bleibt unklar es gibt keine Verhandlung, kein Urteil und auch keinerlei Einträge im Strafregister. Auch der Tod Kalkas bleibt im Dunkeln: Aus dem Totenschein geht nicht hervor, dass Eduard Kalka freiwillig aus dem Leben geschieden ist, als er sich in den Fängen der Gestapo befand. Die Akten weisen lediglich darauf, dass er "tot aufgefunden worden" sei.
Quellen: Niedersächsisches Landesarchiv Standort Osnabrück, Rep 430 Dez 304 Akz.2003/036 Nr. 1466; Kartei der Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeistelle Osnabrück; Recherche:VNN-BdA Osnabrück.
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