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Heinrich Glorius

Biography of Heinrich Glorius

Heinrich Glorius wanderte 1923 nach Amerika aus, wo er am 09.02.1924 seine in Bad Essen geborene Frau Klara, geb. Böse, in Milwaukee heiratete. Im Jahre 1938 kehrten beide nach Deutschland zurück. Laut Aussage der Witwe Klara Böse einmal aus Heimweh, aber vor allen Dingen, um sich um ihr Haus in der Parkstraße zu kümmern. Sie hatten ein Permit zur Rückkehr in die Vereinigten Staaten, der bis zum 06.10.1939 befristet war. Da inzwischen der Krieg begonnen hatte, war eine Rückkehr nicht mehr möglich.
Anlass seiner Verhaftung war das Verhältnis zu seinem Mieter, der unmittelbar mit ihm auf einem Flur wohnte und ihn durch sein lärmendes Verhalten, u.a. auch durch das laute Singen von Naziliedern schikanierte. Dies veranlasste Herrn Glorius zu einer Äußerung gegen die "Nazis". Der Mieter, Gestapobeamter, machte diese Äußerung zum Anlass einer Anzeige, die zur Verhaftung Heinrich Glorius führte.
Glorius wurde am 01.09.1944 von der Gestapo Osnabrück wegen politischer Überzeugung und Weltanschauung verhaftet und in das Konzentrationslager Neuengamme deportiert, zuletzt in das Arbeitslager Farge bei Bremen. Seine Todesumstände wurden nie geklärt und er galt somit als vermisst. Durch Antrag seiner Frau Clara wurde sein Todesdatum auf den 8.5.1945 festgesetzt.

Quellen: Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Osnabrück, Rep 430 Dez 902 Akz 2003/068 Nr.114.

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