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Dina Daub

Biography of Dina Daub geb. Daniel

Dina Daub, geborene Daniel, wurde am 17.März 1883 in Duisburg/Rheinhausen geboren. Ihre Eltern waren der Metzgermeister Philipp Daniel ( 17.Juli 1849 - 3.November 1937 ) und Sara geborene Meyer ( 2.Juli 1849- begraben 14.Februar 1927 ) wohnhaft in Bliersheim.
Dina hatte zwei Brüder, Jakob und David. David wurde mit einem Teil seiner Familie, Frau und drei Töchtern, 1942 von Friemersheim nach Riga deportiert und dort ermordet. Zwei seiner Töchter konnten in die USA emigrieren.
Dina, die jüdischen Glaubens war, heiratete am 21. Dezember 1905 Hans Daub, katholischen Glaubens. In dem Einspruch, den Dina Daub gegen die Verurteilung zu einer Geldstrafe in Höhe von 630 Reichsmark wegen des fehlenden Eintrags ihres "verpflichtenden" Zusatznamens Sara an das Amtsgericht Bad Homburg formulierte bekannte sie sich 1941 als Katholokin. 1921 wurde das Ehepaar mit bischöflicher Genehmigung in Rheinhausen kirchlich getraut. 1922 trat Dina aus der dortigen jüdischen Gemeinde aus und konvertierte zum katholischen Glauben.
Die Familie wohnte zunächst in Rheinhausen, wo ihre drei Kinder geboren wurden: Hans-Wilhelm ( 1906 ), Julia ( 1908 ) und Martha ( 1910 ).
1933 begann die massive Diskriminierung der Familie, die deshalb "von Ort zu Ort" umzog, wie Hans Daub in einem Antrag auf Unterstützung 1946 berichtete.
Die Schikanen wurden noch größer, als Hans Daub mit 58 Jahren nach 33jähriger Tätigkeit zwangspensioniert wurde, weil er sich nicht von seiner Frau scheiden lassen wollte. Am 1.Dezember 1937 meldete sich Familie Daub in Königstein/Taunus an, Dina mit dem Vornamen Margarete und beide mit der Konfession gottgläubig. Erneute Schikanen vertrieben die Daubs am 18.Juli 1938 nach Bad Homburg, Alsterparkstraße 4, die heutige Georg-Speyer-Straße 4. Ihr Leben war bestimmt von großer Not, Hans Daub fand-als Ehemann einer Jüdin- keine Arbeit. Tochter Martha verlor bald ihre Arbeit bei der Firma Steeg & Reuter und Mutter und Tochter erhielten keine Lebensmittelkarten.
Am 20.Juli 1943 wurde Dina Daub zur Gestapo in Frankfurt vorgeladen, inhaftiert und mit anderen Juden nach Auschwitz deportiert, wo sie am 12.September 1943 zu Tode kam.

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