Biography of Berthold Seckelsohn
Dieskaustr. 10
Dr. med. Berthold Seckelsohn
Berthold Seckelsohn wurde am 8.12.1864 in Schönlanke in Posen geboren. Er erhielt 1899 nach dem Studium der Medizin seine Approbation und ließ sich in Leipzig als praktischer Arzt mit Kassenzulassung in eigner Praxis nieder. Seine Praxis und seine Wohnung hatte er in der Dieskaustraße 10. Er war 37 Jahre in Leipzig-Kleinzschocher als Arzt tätig. Nach 1933 wurde ihm die Kassenzulassung entzogen. Dr.med. Seckelsohn war Mitglied im "Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens". 1940 musste er in die Lortzingstraße 14, dann noch einmal in die Nordstraße 15, in ein sogenanntes "Judenhaus", umziehen. Er wurde gezwungen, einen "Heimeinkaufsvertrag" abzuschließen; sein Vermögen wurde eingezogen. Er wurde, obwohl er alt und krank war, unter der Transportnummer 389 am 19. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 18.Februar 1943 umgekommen. Dr. Seckelsohn war verwitwet. Weitere Verwandte konnten nicht ausfindig machen.
Patenschaft: Annelis Tienelt, Schule am Adler
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