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Ehepaar Lehmann

Biography of Emma and Berthold Lehmann

Darmstädter Straße 22
Der Kaufmann Berthold Lehmann, geboren am 31. Mai 1889 in Weiterstadt, und seine Ehefrau Emma Lehmann geborene Marx, geboren am 24. April 1893 in Sprendlingen im Kreis Offenbach, die vor ihrer Heirat als Modistin Damenhüte angefertigt hatte, betrieben gemeinsam ein Geschäft, in dem sie Lebensmittel und Textilwaren verkauften. Berthold Lehmann handelte außerdem mit Rindern.
Angesichts des Boykotts von Geschäften jüdischer Inhaber und zunehmender Verfolgung durch das NS-Regime entschlossen sich Berthold und Emma Lehmann zur Flucht in die USA. Dabei waren die Repressalien und Schikanen der Nazis so groß, dass Emma Lehmann keinen anderen Ausweg als den Suizid sah. Sie nahm sich in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 1938 das Leben. Beigesetzt wurde sie auf dem Jüdischen Friedhof in Groß Gerau. Ihre Beerdigung war die letzte vor der Schließung des Friedhofs durch die Nationalsozialisten.
Berthold Lehmann gelang im August 1938 die Ausreise nach New York. Dort starb er am 17. Juli 1966.
In dem Haus Darmstädter Straße 22, das die Lehmanns an die Gemeinde Weiterstadt verkaufen mussten, wurde zunächst der Kindergarten untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es abgerissen.

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Stadtarchiv Weiterstadt

Kontakt: Maxi Jennifer Braun
Riedbahnstraße 6
64331 Weiterstadt
Telefon: 06150/4001207
E-Mail: maxi-jennifer.braun(at)weiterstadt.de