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Elsa Gückel

Biography of Elsa Gückel

Elsa Gückel, geboren am 6. August 1900 in Zittau, war die zweite Tochter von Olga Dienstfertig. Ihre ältere Schwester Käthe wurde 1895 geboren.

Elsas Tochter Marianne, Jahrgang 1922, erzählt über die Jahre bis zu den Nürnberger Rassegesetzen von einer behüteten Kindheit. Lange versuchten die Eltern Alltagsprobleme jener Zeit von ihr fernzuhalten. Ab 1935 ging dies nicht mehr. Die Mutter durfte als "Volljüdin" nicht mehr Kino, Theater oder Ausstellungen besuchen. Marianne selbst durfte als „Halbjüdin“ nicht auf die Höhere Schule gehen. 1938 musste die Familie die Wohnung auf der Breite Straße verlassen und zog in eine wesentlich kleinere und billigere „Sozialwohnung“ in der Nordstraße 15. Der Druck auf den Vater, sich von seiner jüdischen Frau zu trennen, nahm zu. Anfang 1944 hielt er diesem Druck nicht mehr Stand und reichte die Scheidung ein.

Pfingsten 1944 wurde Elsa Gückel verhaftet. Wahrscheinlich fiel sie einer Denunziation zum Opfer. Nach einer Nacht im Gestapo-Keller des Zittauer Rathauses wurde sie nach Bautzen gebracht und von dort aus nach Auschwitz deportiert. Die letzte persönliche Nachricht ist eine Geburtstagskarte an ihre Tochter, die in Neisse am 6. August abgestempelt, also offensichtlich aus dem Zug geschmuggelt wurde.

Nach bisherigen Recherchen ist Elsa Gückel Anfang 1945 in Bergen-Belsen umgekommen.

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