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Max und Melitta Wallach

Biography of Max and Melitta Wallach

2 Stolpersteine finden sich in der Oskar-von-Miller Str. 1 in Dachau, dem ehemaligen Sitz der Wallach-Werke und Wohnort von Max und Melitta Wallach.

Max Wallach:
Max Wallach geboren am 9. Oktober 1875, kam 1920 nach Dachau. Auf Bitten seiner Familie übernahm er, nach langem Aufenthalt im Ausland, die Betriebsleitung der neu eröffneten Weberei und Stoffdruckerei in Dachau.
Sie belieferte das Volkskunsthaus Wallach in München. Er heiratete Melitta Holländer. 1924 kam ihr Sohn Franz auf die Welt. Am 1. August 1938 zwangen die Nationalsozialisten die Familie Wallach das Geschäft in München und das Werk in Dachau weit unter Preis zu verkaufen.

In der Pogromnacht im November 1938 wurde Max Wallach, wie weitere Dachauer Bürger jüdischen Glaubens, durch SA-Männer aufgefordert die Stadt vor Sonnenaufgang zu verlassen. Nach verschiedenen Stationen lebte er ab 1939 mit seiner Frau Melitta in Paderborn. Von dort wurde er im Juli 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Am 28.Oktober 1944 erschien sein Name auf einer Transportliste ins KZ Auschwitz. Nach seiner Ankunft am 30. Oktober 1944 wurde der 69-Jährige, angesichts seines Alters, mit Sicherheit sofort in der Gaskammer ermordet.

Melitta Wallach:
Die am 8. Januar 1894 in Darmstadt geborene Melitta Holländer, Tochter des jüdischen Arztes Julius Holländer und seiner Frau Emilie, arbeitete Anfang der 1920er Jahre im „Volkskunsthaus Wallach“ in München. Sie lernte Max Wallach kennen, heiratete ihn und zog 1923 nach Dachau. 1924 wurde ihr Sohn Franz geboren. Wie ihr Mann, wurde auch sie in der Nacht vom 8. auf den 9. November 1938 aufgefordert die Stadt Dachau zu verlassen. Nach verschiedenen Unterkünften zog sie mit ihrer Familie nach Paderborn und lebte dort mit ihrer Mutter. Einen Monat vor Kriegsbeginn – im August 1939 – gelang ihrem Sohn Franz mit einem Kindertransport die Auswanderung nach England.

Sie hoffte mit ihrem Mann vergeblich auf ein Visum für die USA, wo bereits ein Großteil der Familie Wallach lebte. Im Juli 1942 wurden Melitta und Max ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Auf einer Transportliste vom 28. Oktober 1944 finden sich ihre Namen. Nach der Ankunft im KZ Auschwitz am 30. Oktober 1944 wurde sie angesichts ihres Alters mit Sicherheit in der Gaskammer ermordet.

Weitere Informationen: https://www.dachau.de/tourismus/kz-gedenkstaette/stolpersteine.html

Text und Recherche Frau Brigitte Fiedler, Gästeführerin der Stadt Dachau
Bilder: Dr. Björn Mensing, Evangelische Versöhnungskirche

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