[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-3994":3,"supporters":37,"nearby-3994":45},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":8,"audio":9,"coords":10,"stones":13,"town":28},"3994","Rathaus","Der  am  4.  November  1900  in  Otzenhausen  (damals  Regierungsbezirk  Trier)  geborene  Peter  Roth  war  nach  dem  Besuch  der  Volksschule  als  Hilfsarbeiter  und  Bergmann  tätig.  1918  war  er  für  einige  Monate  Soldat  im  Ersten  Weltkrieg.  Danach  arbeitete  er  für  kurze  Zeit wieder als Bergmann, 1921 zog er nach Saarbrücken, war von 1923 bis Anfang 1933 als Arbeiter bei der Burbacher Hütte beschäftigt. Danach war er arbeitslos bis Februar 1936 und von da ab bis September 1936 mit Notstandsarbeiten bei der Firma Leydicker und Co. in  Saarbrücken  beim  Straßenbau  tätig.  Er  heiratete  1924  seine  Frau  Philippina,  geborene  Day. Sie hatten zwei Söhne. Peter  Roth  trat  1930  der  Kommunistischen  Partei  (KP) und  auch  der  Roten  Hilfe bei.  Er  wurde  Mitglied  des  Proletarischen  Freidenkerverbandes,  trat  aus  der  katholischen  Kirche  aus. 1931 wurde er Hauptkassierer der KP in der Stadt Saarbrücken und übte auch weitere Parteifunktionen  aus.  Bei  der  Kommunalwahl  am  13.  November  1932  wurde  er  in  den  Stadtrat  gewählt,  legte  dann  nach  seiner  Wahl  zum  ehrenamtlichen  Beigeordneten sein  Mandat nieder, wodurch ein weiterer Genosse von ihm in den Stadtrat nachrücken konnte. Die Jahre 1933 bis 1935 sahen ihn aktiv im antifaschistischen Kampf gegen den Anschluss des  Saargebietes  an  Hitler-Deutschland.  Als  die  Verhaftungswelle  gegen  die  illegale  KP-Gruppe um Otto Johänntgen,  Walter Brückner  und andere in Sommer 1935 einsetze, hat er  die  illegale  Arbeit  vorübergehend  „aus  Gründen  der  Vorsicht“  eingestellt,  bald  danach    jedoch wieder aufgenommen. Peter  Roth  wurde  am  10.  September  1936  zusammen  mit  anderen  seiner  Genossen  festgenommen.  Mangels  genügender  Beweise  wurde  ein  gerichtliches  Verfahren  nicht  anhängig  gemacht,  aber  er  wurde  in  Schutzhaft  behalten  und  im  Konzentrationslager  Lichtenburg   untergebracht.   Peter   Roth   kam   vom   KZ-Lichtenburg   am   14.4.1937   ins   Saarbrücker Polizeigefängnis Alexanderstraße, war ab dem 10. Mai dann in der Strafanstalt Lerchesflur. Gegen  Peter  Roth  wurde  Anklage  im  Zusammenhang  mit  dem  sogenannten  „Rote  Hilfe-Prozess“    erhoben.    Dieser    wurde    an    sechs    Tagen    im    Januar    1938    vor    dem    Oberlandesgericht  Hamm  gegen  24  Frauen  und  Männer  aus  Saarbrücken  durchgeführt.  Das Gericht tagte in Saarbrücken und verkündete am 18. Januar gegen die neun Frauen, zwölf  Arbeiter  und  zwei  Rentner  insgesamt  94  Jahre  und  zehn  Monate  Zuchthaus  und  sechs Jahre und 10 Monate Gefängnis-Strafen. Gegen  Peter  Roth  wurden  neun  Jahre  Zuchthaus  „für  ausreichend  und  erforderlich  angesehen.“  Außerdem    sprach  man  ihm  die  bürgerlichen  Ehrenrechte  für  die  Dauer  von  zehn  Jahren  ab.  Am  16.  Juli  1943  kam  der  ehemalige  Saarbrücker  Beigeordnete  Peter  Roth im Zuchthaus Siegburg unter ungeklärten Umständen ums Leben. \r\n\r\nWendel Schorr wurde am 31. Januar 1903 in Oberthal-Imweiler geboren. Er besuchte dort die Volksschule und nahm nach seiner Schulentlassung 1917 eine Arbeit beim Neunkircher Eisenwerk  an.  Dort  blieb  er  bis  1925.  Danach  arbeitete  er  bis  Sommer  1926  bei  der  Burbacher Hütte. Ab dem 29. Juli 1926 war er bis zu seiner Entlassung am 31. Dezember 1936  als  Straßenbahner  bei  der  Stadt  Saarbrücken  tätig.  Am  26.  Juli  1928  heiratete  er  seine Frau Emma, geb. Pontius, in Mittelbexbach. Sie hatten einen Sohn. Im  August  1932  wurde  Wendel  Schorr  Mitglied  der  Kommunistischen  Partei  (KP).  Er  gehörte  von  1932  bis  1935  dem  Saarbrücker  Stadtrat  an.  Er  war  Vorsitzender  der  KP-Betriebszelle bei der Straßenbahn und Mitglied der erweiterten Bezirksleitung der KP-Saar-Nahe.  Nach der Eingliederung des Saarlandes in das Deutsche Reich 1935 setzte Wendel Schorr seine  jetzt  illegale  Parteiarbeit  fort.  Er  versuchte unter  schwierigsten  Bedingungen  die  kommunistischen  Straßenbahner  neu  zu  organisieren.  Vermutlich  im  Zusammenhang  mit  den Verhaftungen der Gruppe um Otto Johänntgen und Walter Brückner geriet er ins Visier der Gestapo. Er wurde am 13. Februar 1937 vorläufig festgenommen und war ab 7. April in Untersuchungshaft. Die Gestapo Saarbrücken hatte am 9. März 1937 nach Berlin berichtet, „dass  auch  innerhalb  des  Betriebes  der  städtischen  Straßenbahn  Saarbrücken  eine  kommunistische Zelle aufgebaut worden war“. Der Generalstaatsanwalt in Hamm erhob am 23. Juli Anklage gegen Schorr wegen „Hochverrat“. Schorr wurde am 25. August in das Gerichtsgefängnis nach Hamm verbracht und stand  am  2.  September  1937  vor  dem  5.  Strafsenat  des  Oberlandesgerichts.  Dieser  verurteilte  ihn  zu  drei  Jahren  und  drei  Monaten  Zuchthaus.  Aus  dem  Zuchthaus  Siegburg  wurde  er  für  14  Tage  zum  „Rote  Hilfe-Prozess“  nach  Saarbrücken  verbracht.  Weitere  Haftstationen  waren  die  Zuchthäuser  Butzbach  (Hessen)  und  Fuhlsbüttel  (Hamburg).  Dort  hatte  er  am  2.  Juni  1940  seine  Strafe  verbüßt.  In einem  Schreiben  der  Strafanstalt  vom  30.4.1940  hieß  es  „Anschließend  an  seine  Entlassung  wird  Schorr  der  Staatspolizei  zugeführt.“ Diese kerkerte ihn erst im KZ-Dachau ein. Von dort wurde er in das KZ-Ravensbrück „überstellt“. Frau  Schorr  erhielt  Ende  Februar  1944  die  Nachricht,  dass  ihr  Mann  am  24.  Februar  verstorben  sei.  Sterbeursache:  „Angina  Pectoris“.  Amtsärztlich  wurde  bescheinigt:  „Auf  Grund  der  Leichenschau  hat  sich  ein  Verdacht  nicht  ergeben,  dass  der  Verstobene  eines  nicht-natürlichen  Todes  gestorben  sei“.  Und  der  Amtsvorsteher  des  Bezirks  attestierte  verdächtigerweise  gleich  dazu:  „Hier  sind  keine  Umstände  bekannt,  die  auf  Herbeiführung  des  Todes  durch  strafbare  Handlung  schließen  lassen.“  Aber  die  Lager-Kommandantur  ordnete an: „Die Einäscherung der Leiche ist innerhalb von 24 Stunden durchzuführen.“  Im Stadtteil Saarbrücken-Malstatt trägt eine kleine Straße den Namen Wendel Schorrs.\r\n\r\nFritz Dobisch  wurde  am  16.  Februar  1890  in  Merzingen  bei  Nördlingen  geboren. Nach  seiner  Schulzeit  absolvierte  er  eine  Schreinerlehre.  Am  Ersten  Weltkrieg  nahm  er  von  1914 bis 1918 als Unteroffizier teil. Er wurde schwer verwundet. 1916 heiratete er die aus dem saarländischen Bous stammende Näherin Katharina Portz.  1919 zog das Paar nach Bous, wo Fritz Dobisch zu den Mitbegründern des dortigen SPD-Ortsvereins wurde.  Ab 1919 war Dobisch in Luisenthal beim Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands  als  Gewerkschaftssekretär  tätig  und  wurde  dort  bereits  1920  Bezirksleiter.  1928  wurde  er  zum  Vorsitzenden  des  Allgemeinen  Deutschen  Gewerkschaftsbundes  (ADGB)  Saar  gewählt,  ein  Amt,  das  er  bis  1935  bekleidete.  Ab  1930  lebte  er  in  Saarbrücken, wo er ab 1932 für die SPD dem Stadtrat angehörte.  Nach  der  Machtergreifung  der  Nationalsozialisten  im  Deutschen  Reich  war  Dobisch  darum bemüht, den ADGB im Saargebiet aus den Auseinandersetzungen mit der NSDAP herauszuhalten. Im Zuge der Saar-Abstimmung positionierte sich der ADGB Saar für die Beibehaltung  des  Status  Quo,  also  gegen  die  Rückgliederung  ins  Deutsche  Reich.  Am  13. Januar 1935 stimmte jedoch die Mehrheit der Saarländerinnen und Saarländer für die Angliederung an Hitler-Deutschland. Damit bestand für Fritz Dobisch größte Gefahr für Leib und Leben. Am 17. Februar emigrierte er deshalb mit seiner Frau nach Luxemburg. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Dobisch, nachdem auch Luxemburg von Hitler-Deutschland  besetzt  war,  im  Mai  1940  von  Angehörigen  der  Geheimen  Staatspolizei  (Gestapo) verhaftet. Die  Stationen  des  darauf  folgenden Martyriums waren: Gestapo-Haft in Trier, Zuchthaus Wittlich,  Gestapo-Haft  in    Düsseldorf.  Da  die  Gestapo  nicht  genügend  Beweismaterial  hatte,  um  eine  Anklage  gegen  ihn  zu  konstruieren,  wurde  Anfang  Juli  1941  seine  Überstellung   ins   KZ-Buchenwald   angeordnet.   Vier   Tage   nach   seiner   Ankunft   in   Buchenwald  wurde    Fritz  Dobisch  am  7.  Juli  1941  ermordet,  angeblich  starb  er  an  einer  „Gehirnerschütterung in Folge eines Unfalls“.  Die Urne mit seinen sterblichen Überresten ist auf dem Friedhof in Bous beigesetzt.",[],[],null,{"lat":11,"lng":12},49.2349319,6.9967221,[14,20,24],{"id":15,"firstname":16,"name":17,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"8323","Fritz","Dobisch","male","adault",{"id":21,"firstname":22,"name":23,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"8144","Peter","Roth",{"id":25,"firstname":26,"name":27,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"8145","Wendel","Schorr",{"id":29,"coords":30,"title":33,"association":34,"impressum":35,"association_url":36},"237",{"lat":31,"lng":32},49.236825,6.99009,"Saarbrücken","Landeshauptstadt Saarbrücken","Landeshauptstadt Saarbrücken\r\nOberbürgermeister Uwe Conradt\r\nRathausplatz 1\r\n66111 Saarbrücken\r\nTel. +49 681 9050\r\nE-Mail: stadt@saarbruecken.de","https:\u002F\u002Ferinnern.saarbruecken.de\u002Fstolpersteine",{"count":38,"anonymous":39,"names":40},10,6,[41,42,43,44],"Martin Schreyer","Claudia Körner","Anett Humboldt","Peter Hein",[46,65,83,97,114,131],{"place":47,"stone":63,"distance":64},{"id":48,"title":49,"coords":50,"stones":53},"3995","Loeb und Kaiser",{"lat":51,"lng":52},49.2353041,6.9972511,[54,59],{"id":55,"firstname":56,"name":57,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8147","Emilie","Kaiser","female",{"id":60,"firstname":61,"name":62,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8146","Paula","Loeb",{"id":55,"firstname":56,"name":57,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},56,{"place":66,"stone":81,"distance":82},{"id":67,"title":68,"coords":69,"stones":72},"3986","Itzkowitz und Strauss",{"lat":70,"lng":71},49.2345226,6.9983424,[73,77],{"id":74,"firstname":75,"name":76,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8128","Hilde","Itzkowitz",{"id":78,"firstname":79,"name":80,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8127","Sally","Strauss",{"id":74,"firstname":75,"name":76,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},126,{"place":84,"stone":95,"distance":96},{"id":85,"title":86,"coords":87,"stones":90},"3984","Sophronie Herz",{"lat":88,"lng":89},49.2364991,6.9961593,[91],{"id":92,"firstname":93,"name":94,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8123","Sophronie","Herz",{"id":92,"firstname":93,"name":94,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},179,{"place":98,"stone":112,"distance":113},{"id":99,"title":100,"coords":101,"stones":104},"3992","Geschwister Bonem",{"lat":102,"lng":103},49.2350419,7.0002127,[105,109],{"id":106,"firstname":107,"name":108,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"8141","Heinz Henry","Bonem",{"id":110,"firstname":111,"name":108,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8142","Lotte",{"id":106,"firstname":107,"name":108,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},254,{"place":115,"stone":129,"distance":130},{"id":116,"title":117,"coords":118,"stones":121},"3990","Familie Fürst",{"lat":119,"lng":120},49.2372447,6.9953488,[122,126],{"id":123,"firstname":124,"name":125,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"8135","Herbert","Fürst",{"id":127,"firstname":128,"name":125,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8136","Olga",{"id":123,"firstname":124,"name":125,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},276,{"place":132,"stone":143,"distance":144},{"id":133,"title":134,"coords":135,"stones":138},"3983","Johanna Kirchner",{"lat":136,"lng":137},49.2373524,6.9926577,[139],{"id":140,"firstname":141,"name":142,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},"8122","Johanna","Kirchner",{"id":140,"firstname":141,"name":142,"portrait":9,"gender":58,"stadium":19},399]