Biography of Anna Löb, geb. Westheimer
Anna Löb wurde am 25. März 1885 in Haßloch als Anna Westheimer geboren.
Am 05. September 1912 heiratete sie Karl Löb, der in Wachenheim am 28. Dezember 1880 geboren war, und zog mit ihm 1921 nach Worms, an den Neumarkt 2.
Am 04. Juli 1933 meldete sie ihren Ehemann Karl polizeilich ab. Er sei nach Paris gezogen. Ob er noch einmal nach Worms zurückkehrte, ist nicht bekannt.
Er soll am 04. August 1937 nach Buenos Aires ausgewandert sein.
Seine Ehefrau Anna Löb blieb in Worms allein zurück. Nach dem Novemberpogrom 1938 zog sie am 01. Dezember in die Andreasstraße 23 zu Familie Moritz Mayer. 15 Monate später, am 04. Februar 1939 war sie im Haus Salomon in der Judengasse 33 gemeldet. Am 17. November desselben Jahres wohnte sie erneut bei Familie Mayer in der Andreasstraße 23.
Sie hatte Auswanderung in die USA und nach Argentinien zu ihrem Mann beantragt, aber dazu kam es nicht mehr.
Laut polizeilichem Eintrag war sie unter dem Datum 12. April 1942 nach unbekannt abgemeldet worden.
Tatsächlich wurde sie am 20. März 1942 von Worms mit dem Sammeltransport über Mainz – Darmstadt am 25. März 1942 in das Durchgangslager Piaski in Polen deportiert. An diesem 25. März, ihrem Geburtstag, wurde sie 57 Jahre alt. Sie wurde im Vernichtungslager Belzec ermordet.
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Warmaisa ist der alte hebräische Name für die Stadt Worms, die Raum für eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden bot und deshalb auch »Klein-Jerusalem« genannt wurde. Seit 2021 ist sie als SchUM-Stadt zusammen mit Mainz und Speyer offiziell immaterielles Weltkulturerbe.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Worms und in der Region die historische und gegenwärtige lebendige jüdische Kultur zu pflegen und zu fördern und den Menschen deren große Bedeutung nahezubringen.
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