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Wohnhaus Helene Gotthard

Biography of Helene Gotthard

Heutige Adresse: Küferstraße 4

Helene Gotthard
Geboren am 8. März 1916 Esslingen, ermordet am 18. September 1940 Grafeneck.
Helene Gotthard war das vierte von fünf Kindern des Weißgerbers Josef Gotthard und der Katharina geb. Kämpf. Die vor ihr geborene Emma starb mit einem halben Jahr, der nachgeborene Bruder Konrad ebenfalls im selben Alter. Ab ihrem 14. Lebensjahr litt Helene an Epilepsie. Ihre fünf Jahre ältere Schwester Maria, die sich lange um sie gekümmert hat, heiratete im Juni 1938 und zog nach Stuttgart.
Nach dem Tod ihrer Mutter am 15. Dezember 1938 lebte der Vater noch mit ihrem 20-jährigen Bruder und ihr zu Hause. Da ihr Vater als Witwer die Pflege Helenes nicht bewerkstelligen konnte, sah er sich veranlasst, für sie eine Anstaltsbetreuung zu organisieren und fand diese in der Anstalt Stetten. Dort wurde sie am 16. Januar 1939 aufgenommen. Zwei Monate später heiratete ihr Vater zum zweiten Mal. Wiederholt erhielt Helene Besuch von ihren Angehörigen in Stetten, insbesondere von ihrem Vater.
Am 18. September 1940 kam sie mit einem Sammeltransport nach Grafeneck, wo sie unverzüglich in der Gaskammer ermordet wurde.
Das standesamtlich gefälschte Todesdatum ist auf den 3. Oktober 1940 ausgestellt.

Quellen:
DENK-ZEICHEN e.V.
Esslingen am Neckar im System von Zwangssterilisation und "Euthanasie" während des Nationalsozialismus, Gudrun Silberzahn-Jandt
Das Schloss an der Grenze, M. Kalusche
Gedenkstätte Grafeneck, homepage

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