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Hoffmann, Arthur

Biography of Arthur Hoffmann

Arthur-Hoffmann-Str. 150
Arthur Hoffmann

Arthur Hoffmann wurde am 29. September 1900 in Wichelsdorf / Schlesien geboren. 1922 trat er in die KPD ein. Im Jahr 1925 zog er nach Leipzig. 1929 wurde er Stadtverordneter im Leipziger Stadtrat. 1930 unternahm er den Versuch, Waffen zu kaufen, um nachzuweisen, dass das Deutsche Reich illegal aufrüstet. Daraufhin wurde er am 04.03.1930 verhaftet und am 13.03.1931 zu fünf Jahren Haft verurteilt. 1932 gab es eine große Solidaritätsaktion der Roten Hilfe und der KPD für alle politischen Gefangenen. Im selben Jahr führte Reichspräsident Hindenburg eine Amnestie durch, wodurch auch Arthur Hoffmann frei kam. Gleich nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 ging er in den Untergrund und organisierte den politischen Widerstand in Chemnitz. Noch im selben Jahr wurde er im November verhaftet und 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1937 wurde er aus dem Zuchthaus Waldheim entlassen und gleich darauf in das Konzentrationslager Sachsenburg (eines der ersten in Sachsen) überführt. Von dort kommandierte man ihn zum Aufbau des Konzentrationslagers Buchenwald ab. Im Dezember 1937 kam er von dort frei und nahm die Verbindung zu ehemaligen Gesinnungsgenossen auf. Seit dieser Zeit beteiligte er sich weiter am Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Er arbeitete in verschiedenen Rüstungsbetrieben, wo er versuchte, die Produktion zu sabotieren. 1943 erfuhr er über das Radio vom "Nationalkomitee Freies Deutschland", in dem er später mitarbeitete. Ebenfalls 1943 wurde die Familie Hoffmann ausgebombt und kam bei William Zipperer in der damaligen Theodor-Fritsch-Straße unter. Danach zogen sie in die heutige Arthur Hoffmann-Straße 150 (damals Bayrische Straße). Im Juli 1944 verhaftete man die gesamte Familie und im November wurde Arthur Hoffmann zum Tode verurteilt. Am 12. Januar 1945 wurde er in Dresden mit dem Fallbeil hingerichtet.
Arthur Hoffmann war 44 Jahre alt.

Die Recherchen der Paten basierten auf einem Gespräch mit der Tochter von Arthur Hoffmann, Elfriede Geisenhainer.
Pate: Stadtverband Leipzig-Süd DIE LINKE

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