Biografie von Olga Buxbaum geb. Oppenheim und Heinz Buxbaum
Blumenröder Straße 22
Olga Buxbaum geb. Oppenheim
Olga Buxbaum geb. Oppenheim wurde am 28. Dezember 1892 im unterfränkischen Aub geboren. Sie heiratete den aus Ensbach im Jagstkreis stammenden Karl Buxbaum und lebte mit ihm in Bochum, wo der der Sohn Heinz geboren wurde. Im September 1928 zog die Familie ins Haus Blumenröder Straße 22 in Limburg. In der Stadt lebte auch ihre Schwester Hedwig, die mit Louis Liebmann verheiratet war.
Am 2. November 1938 zog die Familie nach Frankfurt, wo sie unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen lebten. Olga Buxbaums Ehemann Karl starb im Juni 1941. So blieb ihm ein schlimmeres Schicksal erspart. Olga Buxbaum und ihr Sohn Heinz wurden mit weiteren 1123 Menschen am 19. Oktober 1941 aus ihren Wohnungen vor allem im Frankfurter Westend gezerrt und nach Lodz/Litzmannstadt deportiert. In ihrer Devisenakte wurde am 27. November 1941 vermerkt: „Vermögen der genannten Personen (Frau Olga Sara Buxbaum Wwe, Heinz Israel Buxbaum, Ffm, Unterlindau 74) wird zugunsten des Reichs eingezogen, da sie nach dem Osten evakuiert wurden.“ Vermutlich waren Mutter und Sohn zu diesem Zeitpunkt bereits tot.
Heinz Buxbaum
Heinz Buxbaum wurde am 1. Oktober 1920 in Bochum geboren als Sohn der Eheleute Karl Buxbaum und Olga Buxbaum geb. Oppenheim. Die Familie zog später nach Limburg ins Haus Blumenröder Straße 22. Heinz Buxbaum war Cousin und Spielgefährte des drei Jahre jüngeren Lothar Lee Liebmann, der 2016 in den USA starb. Heinz Buxbaum ging am 1. November 1938 mit seinen Eltern nach Frankfurt.
Ab dem 2. Januar 1940 arbeitete er im Tonwerk Heppenheim an der Bergstraße. Am 19. Oktober 1941 wurde er mit seiner Mutte Olga von Frankfurt aus nach Lodz/Litzmannstadt deportiert. Dort oder in einem anderen KZ im Osten wurde er ermordet.
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