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Anna Pelz

Biografie von Anna Pelz

Anna Pelz war die Tochter des 1936 verstorbenen Geheimen Sanitätsrates Dr. Siegfried Pelz (1928 Ehrenbürger der Stadt Osnabrück, 1933 Ehrenbürgerschaft aberkannt, 1906 aus der jüd. Religionsgemeinschaft ausgetreten). Nach dem Tode des Vaters im Juli 1936 verließ die Tochter das gemeinsame Wohnhaus an der Natruper Straße 11, wohnte vom 19.11.1936 bis 10.3.1940 an der Friedrichstraße 14, anschließend im sogenannten Judenhaus an der Heger Straße 24, von dort zog sie am 8.5.1941 in das Erdgeschoss des Hauses der Familie Wilhelmine Ernst zu Eikern in der Blumenthalstraße 38. Am 13. Dezember 1941 wurde sie mit 34 weiteren jüdischen Mitbürgern aus Osnabrück mit dem sogenannten „Bielefelder Transport“ nach Riga deportiert. Zwei Tage zuvor war das Gepäck abgeholt worden. Am 12. Dezember wurde Anna Pelz durch drei Gestapobeamte aus ihrer Wohnung geholt und zur Sammelstelle in die Turnhalle der Schule am Pottgraben gebracht. Der Transport erreichte am 16. Dezember Riga. Anna Pelz wurde während der sogenannten Aktion Dünamünde im Februar/ März 1942 aufgrund körperlicher Gebrechen selektiert und ermordet. Unter dem Vorwand, sie würden für leichtere Arbeiten in eine Fisch-Fabrik nach Dünamünde gebracht, fuhr man sie in den Wald von Bikernieki, vor den Toren Rigas gelegen und erschoss sie dort in zuvor vorbereiteten Massengräbern.

Quellen: Junk, Peter; Sellmeyer, Martina: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche 2000.

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