Biografie von Anna Daumeyer
Am 3. April 1945, als bereits die ersten britischen Truppen Osnabrück erreichten, wurde Anna Daumeyer auf ihrem eigenen Bauernhof durch einen Kopfschuss getötet. Anlass war das Hissen einer weißen Fahne an einem Zaunpfahl durch ihren Sohn und einen niederländischen Zwangsarbeiter. Hierfür übernahm Anna Daumeyer die Verantwortung, als sie von den vor den anrückenden britischen Truppen fliehenden NS-Funktionären, Fritz Wehmeyer und Willi Münzer sowie dem ehemaligen Oberbürgermeister Osnabrücks, Dr. Erich Gaertner, zur Rede gestellt wurde. Bis heute konnte nicht endgültig aufgeklärt werden, wer von den drei Männern den tödlichen Schuss abgab.
Quellen: Neue Osnabrücker Zeitung: 5. August und 30. September 1995.
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