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Helene Eilers

Biografie von Helene Eilers

Helene Eilers, Runde Straße 8

Im Hause Runde Straße 8 (vor der Umnummerierung 1944 Nr. 14) wohnte Helene Eilers, geboren am 27. November 1911, als Tochter von Alwine und Heinrich Eilers. Sie hatte vier Geschwister. Nach dem Besuch der Hindenburgschule (heute Marion-Dönhoff-Gymnasium) arbeitete sie in Nienburg, Bremen und Bad Rehburg als Haushaltshilfe. Ihre letzte Stelle verlor sie wegen Streitigkeiten mit ihren Kolleginnen. Sie zog wieder zu ihrer Mutter und blieb arbeitslos. Weil sie sich „eigentümlich“ verhielt, ließ Alwine Eilers
ihre Tochter mehrfach untersuchen. Schließlich diagnostizierte der Amtsarzt 1938 eine „Geisteskrankheit“. Er veranlasste die Einweisung in die Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf. Eine Therapie wurde abgebrochen. Es folgten kurze Aufenthalte in anderen Einrichtungen. Am 1. August 1941 wurde Helene Eilers in die Heil- und Pflegeanstalt Eichberg in Hessen verlegt. Dort fiel die junge Frau schließlich der „dezentralen Euthanasie“, den Krankenmorden durch Überdosierung von Medikamenten und Nahrungsentzug, zum Opfer. Sie starb am 21. März 1942 im Alter von 30 Jahren.
Die sterblichen Überreste wurden, wohl auf Wunsch der Angehörigen, am 19. Mai 1942 auf dem Nienburger Leintor Friedhof beigesetzt.

Seit dem 6. Mai 2015 erinnert ein Stolperstein an Helene Eilers.

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