Biografie von Hans Levy
Seit spätestens 1922 lebte Hans Levy in Kleve und war hier als Rechtsanwalt tätig.
Im Juli 1934 verließ er das Haus Stechbahn 1 und zog zu dem jüdischen Kaufmannsehepaar Nathan am Prinzenhof 17. Im September 1936 zog er nach Berlin-Charlottenburg.
Dass sein weiteres Schicksal geklärt werden konnte, hängt damit zusammen, dass er 1927 ein Gartengrundstück an der Brabanter Straße gekauft hatte, das er 1939 verkaufte.
Für dieses Grundstück führte die Jewish Trust Corporation (JTC) 1951 ein Rückerstattungsverfahren durch. Die JTC wurde nur dann aktiv, wenn weder der frühere Eigentümer noch seine Erben Ansprüche geltend machten, d.h. in der Regel, wenn sie den Holocaust nicht überlebt hatten.
Aus der Akte erfährt man die damalige Adresse von Hans Levy: Berlin-Charlottenburg, Sybelstr. 42.
Damit war klar, dass es sich bei dem Klever Rechtsanwalt um den Hans Levy handelte, der 1895 in Prenzlau geboren war und am 12. Januar 1943 von Berlin aus nach Auschwitz deportiert wurde. In der Deportationsliste heißt es:
Hans Levy - ledig - arbeitsfähig - zuletzt wohnhaft Charlottenburg Sybelstr. 42.
Hans Levy (Prenzlau 1895 – 1943 Auschwitz, Vernichtungslager)
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Quellen & Impressum
Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.
mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.
Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de