Biografie von Amalie Rosenbaum
Amalie Rosenbaum kam während des Ersten Weltkriegs nach Kleve und arbeitete als leitende Ver-käuferin im Kaufhaus Leffmann, zu dem vermutlich verwandtschaftliche Beziehungen bestanden.
Sie war nicht verheiratet und hatte ihre Wohnung in der Hagschen Straße 27, die sie aber kurz nach der „Machtergreifung“ verließ. Seit Mai 1933 wohnte sie bei der Familie Leffmann in der Hag-schen Straße 9-11, die damals schon Adolf-Hitler-Straße hieß.
Deshalb war sie im November 1938 von der Zerstörung des Wohn- und Geschäftshauses Leff-mann unmittelbar betroffen.
Nach der Zwangsräumung zog Amalie Rosenbaum mit Erna, Emil und Hannelore Leffmann in eine kleine Wohnung in der Kalkarer Straße 80 und gemeinsam mit ihnen wurde sie am 27. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt/Łódź deportiert. Im Mai 1942 erreichte Emil Leffmann als „Träger des Eisernen Kreuzes“ auch für Amalie Rosenbaum eine Zurückstellung von der „Aussiedlung“.
Nach der Umwandlung des Ghettos in ein Arbeitsghetto im September 1942 hatten nur noch ar-beitsfähige Menschen eine Überlebenschance. Das Ehepaar Leffmann wurde mit der fünfjährigen Hannelore in Kulmhof/Chełmno ermordet. Amalie Rosenbaum musste Zwangsarbeit leisten.
Am 24. Juni 1944 hatte sich Malli Rosenbaum im Zentralgefängnis des Ghettos einzufinden. Am 11. Juli 1944 wurde sie in das Vernichtungslager Kulmhof/Chełmno gebracht und dort einen Tag später ermordet.
Amalie (Malli) Rosenbaum (Hagen i.W. 27.11.1894 – 12.7.1944 Chełmno Vernichtungslager)
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Emil Leffmann90 m
Regine Leffmann110 m
Hans Levy120 m
Emma (Ester) Heymann120 m
Josefine Klein150 m
Dr. Ernst Spier170 m
Quellen & Impressum
Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.
mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.
Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de