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Albert Müller

Biografie von Albert Müller

Albert Müller wird am 23.4.1885 in Olbersdorf geboren, wo er auch zur Schule geht. Im August 1908 heiratet er seine Frau Martha und wohnt in der Goldbachstraße 59 in Zittau.
1909 wird der erste Sohn, Walter geboren, er kommt im 2. Weltkrieg ums Leben. 1913 wird Hilde und 1921 der zweite Sohn Erich geboren. Albert Müller arbeitet ab 1912 bis 1929 in der Lohnbuchhaltung, im Kontor der Zittauer Phänomen Werke.

1929 geht Albert Müller aufgrund einer psychischen Erkrankung für 6 Monate in die Landesheil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz, eine erneute Einlieferung erfolgt im Sommer 1931. Er schreibt 1929 an seine Frau und seine Kinder, er fühle sich an seiner Erkrankung schuldig. Die ungeklärte Versorgung seiner Familie versetzt ihn in Unruhe, er nimmt seine Hilflosigkeit, seine Verlassenheit und seine zunehmende Rechtlosigkeit wahr.

Von Großschweidnitz wird Albert Müller am 20.9.1940 in die vormalig sehr fortschrittliche Heil- und Pflegeanstalt auf den Pirnaer Sonnenstein „verlegt“. Dort wird er wahrscheinlich unmittelbar nach der Ankunft, im Rahmen der „Aktion- T4“ ermordet. T4 bezeichnet eine sogenannte Zentraldienstelle in der Berliner Tiergartenstraße 4, einer Tarnorganisation für die Durchführung der Ermordung von psychisch und physisch erkrankten Menschen.

Um Spuren der Ermordung zu verwischen, wird die Asche von Albert Müller von Grafeneck an das Friedhofsamt in Zittau geschickt. In Grafeneck findet sich keine Spur von Albert Müller. In der „Aktion -T4“ wurden 70 000 Menschen ermordet. Albert Müller wurde 55 Jahre alt.

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